Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Preußisches Baupolizeirecht
Person:
Baltz, Constanz Fischer, Friedrich Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-819993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3811363
1V. Teil. Baupolizejlidhe Bestimmungen f. befand. Akten baulicher Anlagen. 
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entlspreehende s;)inweiF nach der nächsten Feuermeldeste1Ie anzubringen und stets 
les at zu erha ten. n allen Angelegenheiten gibt die nächftbelegene Feuerwache 
Auskunft und Rat. 
V. Grundsätze für die Aufrechterhaltung der Sicherheit während des Betriebes. 
1:. Während des Ifentlicl)en Besuches müssen alle Aus-gänge frei sein und 
dürfen nur soweit ges lossen werden, als es für jeden möglich ist, von innen 
die Türen und Tore mit einem Griff durch eine etwa 1,20 m über Fußboden 
liegende Handhabe leicht und v"olIständiZ zu öffnen. Ein Abschließen darf nicht 
stattfinden, auch dann nicht, wenn ein irchendiener in der Nähe oder an der 
Tür postiert wird. 
2. Während des öffentlichen Besuches bei Dunkelheit ist die vorgeschriebene 
Notbeleuchtung im Betrieb zu halten, bis die Entleerung der R-"iume tatsächlich 
sich vollzogen hat. 
B. Treppen, Treppenpodeste, Flure, Korridore, Haupt-, Seiten- und Zwischen- 
gänge müssen dauernd von allen Verkehrs?indernissen, lasen Stühlen und tosen 
Bänken u. dgl. freigehalten werden. Die L ufbewahrung brennbarer Gegenstände 
unter Treppen und Emporen ist unstatthaft 
4. Logen, gesperrte SiHe un Betftühle dürfen nicht ganz abgeschlossen werden; 
man muß sie le cht von innen öffnen können. 
5. Alljährlich müssen die Bliszableiter-, die Veleuchtungs- und die Heiz- 
anlagen durch Sachverständige besonders geprüft werden. Heizkörper, Heizrohre 
und Heizkanäle sind vor der winterlichen Periode von Staub besonders zu 
reini en. 
Z. Weder in den Türmen noch auf den Dachböden darf Wäsche getrocknet 
werden, auch ist die Ausbewahrung von brennbaren Gegenständen daselbst, wie 
in den mit den Aus-gängen oder den übrigen Räumen in Zusammenhang stehenden 
Kellern unstatthaft. 
7. Bei besonderen Ausschmückungen ist die nächstbelegene Feuerwache um 
Rat hinsichtlich der S(-hugvorrichtungen einzuholen; jedenfalls ist geraten, dort, 
wo elek-trische Anlagen o er offene Flammen in der Nähe der Aus-skhmüclung 
sich befinden, kleines Löschgerät zur Hand zu haben (Eimer mit Wasser und ev. 
kleine Handfprihe). Desgleichen bei Prozessionen und Umzügeu, bei welchen 
brennende Kerzen getragen werden. 
f, d?. Es ist Vorsorge zu treffen, daß eine Überfüllung der Räume nicht statt- 
In e. 
53. 
Vorschriften über Gast- nnd Logierhäuser in Bade-n-ten nnd 
Sommerfrisehen. 
Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat durch Runderlaß vom l. Juni 
1908  111. B. 8. 150  folgende an Kur- und Badeorte in baulic-her Beziehung 
zu stelIenden Mindestanforderungen sämtlichen Regierungspräsidenten bekannt 
gegeben:  
I. Es ist als wünschenswert zu bezeichnen, daß 
I. die Bauten eines Kurortes den Anforderungen eines geläuterten Schön- 
heitsg-efühlD entsprechen, 
2. daß -beizeiten -für Aufstellung eines iBeb-auiunsgs- und Fluchtlin-ienplanes 
gesorgt wird. 
II. Unbedingt notwendig ist die Durchführung folgender Forderungen: . 
I. Jn Kurorten ist während der Zeit des stärksten Betriebes (HO("hfMfVU) 
für die Ausführung von Bau"ten die Genehmigung in der Regel ZU 
versagen.
        

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