Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Preußisches Baupolizeirecht
Person:
Baltz, Constanz Fischer, Friedrich Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-819993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3810557
Einrichtung und Betrieb von Aufzügm (Fahrftühlen). 
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durch Klem1nung eines Steuerseils die Auslösung der Fangkeile bewirkt, Die An- 
wendung des Regulators wird "itI-delfe11 UICI)t VVkzUsck)reiben sein, wenn in -an-derer 
Weise erreicht wird, daß beim Vt11tIJe -der vvrerwähnten Teile der Eingriff der 
Fsangkeile erfolgt. , , 
Bei der Prüfung der FFMA"VOTkJEk)k1lUitP ist zu beachten, -d-aß beim Bruche oder 
ges-ahkdkohend-er Dehn-ung eines Seiles d-as andere bei dem Versuche, den Fahr- 
korb mit einem Seile hoch;zuz1eh-en, der GEf-Abt gSiVsUkkf0F1IEt Z-erreißung -ausgesetzt 
ist, weil außer der L-ast -die starke Pressun-g der Fa;-igkeile zu überwinden ist, die 
heim Ax1zik-heu, o-b-wohl die Ke1le"n-1ir sur die  eingreifend her- 
gestellt Werden, zsUUUTI)st Noth W(1Ekjlk- Ft1nAvorrichtungen,. die es z.ulassen, den 
Fahrkorb nach dem Fangen ohne über-anstreng:ung -des (-Heiles hochz.uz-iehen, sind 
daher besonders enipsehlensswert, auch mit Rücksicht d-ariauf, daß die Passagiere 
andernfalls nur mit besonderen Schwierigkeiten aus dem Fahrkorbe heraus-geholt 
wer-den können. 
Bei der Berechnung der Bieg.ungsspannung von Drahtseilen ist d-er Elastizi- 
tätsmod1il zu 2()000 kgsq1mn -anzunehmen. Flußst.a-hlsieile über 5() kgsqmm 
sowie Tiegelst-ahlseile über 12() skgfqmm Br11chfestigkeit dürfen ohne Nachweis der 
Festigike-it nicht zugelassen wer-den. Dieser kann sowohl bei Neu-anlaz1en als bei 
Ersatz alter durch neue Seile durch Werks-bescheinigung der Dr-ahtseilfabriken er- 
bracht werden. Tiegelst.ahl über 18s0 kg1tqsmm Bru-ei;-festigkeit darf nicht verwendet 
werden. Diese Bestimmungen gelten auch. für Seile -an Lastens-ahrsti"il)len. 
Seile, Ketten und Gurte, die nur um den Tr-agbügel heruingeichlagen sind, 
gelten als einfache Tragorg-ane. Eine mehrfach-e Aufshängung der Fahrkörbe 
bedingt -die gesondert-e Befestigung jedes einzelnen Tragorgansi am Trag-bügel. 
Zu S 14. 
Die Forderung- -des Z 14 Abs. 1I -b-eidingt bei Anwendung von Kontakt2n oder 
M-agnetverriegselungen, daß bei Unterbrechung eines Kontaktes oder einer Magnet- 
verriegelung  sei es, -daß diese absichtlich oder infolge Durch-brennen-S der 
Sicherung, Berschmorens der MagnetwidklIung oder Anlehnens oder Offnens3 einer 
Tür erfolgt  -die Betätigung -der Sie-uerung oder die Weiterfahrt des Fahrstuhl;3 
verhindert wird. Der Betrieb des F-ahrstuhls muß bis zur Beseitigung der Mängel 
unmöglich- sein. Unter der Steuerung sind nicht notwendig d-te äußeren 
Steuerungsteile (Hebel, Kurbel, Druckknopse u. dgl.) zu verstehen, sondern alle 
Teile, -deren Betätigung erforderlich, ab-er -auch -ausreichen-d ist, um die Auf.zugs- 
in-aschiine in Gang- zu seyen oder zum Stillst-ande zu bringen. 
Zu Z 15. 
Bei der Prüfung -der Druckknopfsteu-erung ist insbesondere darauf zu achten, 
daß die Kontaktwirkung nicht schon -bei losem Anlehnen der Tür oder durch An- 
wendung unlauterer Hilfsmittel wie Federn, HilfZbrücken u. dgl. eintritt und daß 
die Bese1tlgsung von Schut5kappenleisten o-der -an-derer Verschlußteile -der Magnet- 
verriegel-ung soweit erschwert wird, daß es dazu besonderer Werkzeuge wie 
Schvaubenz-ieh-er, Schriaubenschlüssel, Zangen u. -dgl. -bedarf. Als ,,zuv-erlässige" 
Türverrieg-eIUUAi gelten -bei elektrisch-en Kont-alt-en nur solche, bei welchen der Kon- 
takt erst bei voller Verschlußstellung- des Riegels oder der F-alle wirksam wird. Die 
Steuerung des Fa-hrkorbes darf unter keinen Umständen früher möglich sein, als 
bis alle Schachttüren fest geschlossen und ihre Verschlußriegel sicher zum Eingriff 
bra t ind.  
De Eh s Zu Z 17. 
Zur Vekh-in.derung -des -S-inkens des Fahrkorbes nach dem Aus-rücken -der 
Steuerunq ist in der Regel eine. Bremse erforderlich-, es sei denn, daß der Forde- 
rung k,Uxih andere geeignete Mittel, z. B. selbsthemmende Schneckengetriebe, ent- 
sprochen wird. , ,  , 
Als Wii1desck)utworrichtungen kommen in selteneren Fallen Zahne:ngr1ff-2,- 
stellen in Bett-acht. Bei der ietzt uibl1ch-en B.auart der Aufztu-gwinden werden iedo(-I) 
häufig Fußvekke3Ung.eU durch das nahe am Boden auf die Win-de.auflaufen-de 
S-eiltrum herbeigeführt. Durch entsprechende Schußgelander muß dieser Gefahr
        

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