Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Preußisches Baupolizeirecht
Person:
Baltz, Constanz Fischer, Friedrich Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-819993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3808098
28. Wohnnngsgesex; vom W. März 1918. I77 
Z. die Zahl und die Beschaffenheit der erforderlichen KochsteIlen, 
Wasserentnahmestel1en, Ausgüsse, Aborte, wobei in städtischen Ver- 
hältnissen in der Regel zu fordern ist, daß ein Abort von höchstens 
zwei Familien benuht werden darf; 
4. die im gesundheitlichen und sittlichen Interesse zulässige Belegung 
der Wahn- und Schlafräume (auch Küchen); 
5. die Einrichtung, Aus-stattung und Unterhaltung der von Dienst- 
oder Arbeitgebern ihren Dienstboten, Gewerbegehilfen (GeseIlen, 
Gehilfen, Lehrlingen), Handlung?-gehilfen, HandlungslehrIingen 
oder sonstigen Angestellten oder Arbeitern zugewiesenen Schlaf- 
raume; 
G. die Bedingungen, unter denen die Aufnahme nicht zur Familie 
gehöriger Personen gegen Entgelt als Zimmermieter (Zimmer- 
herren), Einlieger (Einlogierer, Miet-, Kost- und Quartiergänger) 
oder Schlafgänger (Schläfer, Schlafleute, Schlafsteller, Schlaf- 
gäste, Schlafburschen und -mädchen) statthaft ist; 
7. die zur Durchführung der getroffenen Bestimmungen den Be- 
teiligten, namentlich hinsichtlich der Anzeigen, Aus-hänge usw. ob- 
liegenden Verpflichtungen. 
(2) Für Städte über 10 000 Einwohner sollen die Wohnungsord- 
nungen die vorstehenden Bestimmungen enthalten. 
II. Besondere Vorschriften über die Unterbringung 
von Arbeitern. 
F 4. (1)Durch Polizeiverordnungen,durch welche die Unterbringung von 
Arbeitern geregelt wird, müssen Mindestanforderungen hinsichtlich der 
Beschaffenheit, Einrichtung, Aus-stattung und Unterhaltung der Unter- 
kunftsräume und ihres Zubehörs festgeseht sowie die zur Durchführung 
der Bestimmungen erforderlichen Vorschriften, insbesondere hinsichtlich 
der Anzeigen, Aus-hänge usw. vorgesehen werden. 
(2) Die gemeinschaftlichen Wohnräume für Arbeiter (Arbeiter- 
kasernen) müssen so eingerichtet sein, daß in der Regel für jede Familie 
ein besonderer abschließbarer Raum vorhanden ist, der den allgemeinen 
Ansprüchen an Gesundheit und Sittlichkeit entspricht. 
(3) Für lediges Arbeitspersonal müssen Räume zur Verfügung 
stehen, die die Trennung der Geschlechter ermöglichen. 
A r t i k el 6. 
Wohmmgsaufsicht. 
I. Ortliche Wohnungsaufsicht. 
F 1. (1) Die Aufsicht über das Wohnungswesen ist eine Gemeinde- 
angelegenheit. Sie liegt, unbeschadet der 0l!gSM21UeII gefeßlichen Be- 
fugnisse der Ortspolizeibehörden, dem Gemeindevorstand ob. Er hat 
sich von den Zuständen im Wohnungswesk!n fortlaufend Kenntnis zu 
verschaffen, auf die Fernhaltung und Beseitigung von Mißständen sowie 
VUIH-Fischer, Baupolizeirec1Jt. 5- AUfI- 12
        

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