Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Form im Kriegsjahr
Person:
Jessen, Peter
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-819975
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4361148
gesicht des ehrwürdigen Stadtbildes. Auf ihm sind die Ausstellungsgebäude 
nach den Plänen verschiedener Arduitekten errichtet worden  den Entwurf 
des Gesamtplanes hat der geschäftsführende Vorsitzende der Ausstellung, 
Beigeordneter Karl Rehorst aufgestellt. Wer mit dem Dampfer über den Strom 
setzte, landete in der Mitte der Anlage, vor dem großen Festplatz, den das 
Hauptgebäude abschloß. Die Mehrzahl der Besucher aber kam über die Hohen: 
zollernbrücke und durdisdiritt nach dem Eintritt einen längeren Baumweg am 
Ufer, bis sich hinter dem Verwaltungsgebäude (Plan Nr. 9, Ardm. C. Moritz) 
die erste Platzanlage öffnete. Zur Linken das Kölner Haus (1 1), geradevor die 
Farbensdiau (14)  rechts führt eine breitere Straße an der Verkehrshalle (16) 
entlang auf das höher gelegene einstige Fort  das für den künftigen Park 
erhalten bleiben soll und mit einem Teehaus bekrönt worden ist. Links führt 
eine Ladenstraße mit Hallengängen  unterbrochen von einer Oyeradise 
mit dem links gelegenen Hauptcafe  auf den Festplatz zu. Auch hier liegen 
gegen das Ufer hin die Restaurants mit ihren Terrassen, das Bierrestaurant (ZZ) 
und das Weinrestaurant  Die großen Akzente dieses Platzes sind das 
Österreichische Haus (Z3) und die Festhalle(Z8), beide mit ihrer Langseite einem 
zweiten Platzgebilde zugekehrt, das sich vor dem Hauptgebäude (Z6) in der 
Längsridwtung des Geländes ausdehnt, einerseits von dem SäClISiSClICH Hause 
(Z4) begrenzt wird und jenseits in einen neuen, sehr weiten Platz mündet, um 
den sich das Theater  das Fabrik: und Bureaugebäude (4Ü) und das Haus 
der Frau (31) lagern. Der Weg führt weiter am BrememOldenburgeuHaus 
(44) entlang in das Neue Niederrheinische Dorf mit seinen enger gedrängten 
Kleinbauten, über weldie die Dorfkirche (55) kräftig aufragt. Eine Reihe 
weiterer Einzelgebäude wird später zu nennen sein. Es ist hier nidit der Qrt, 
allerlei Einwände zu erörtern, die naditräglidw gegen die Anordnung erhoben 
worden sind. Ungünstig waren der ermüdende Zugang und die übergroßen 
Abmessungen mandier Anlagen. Hätte man der Natur und den Gärtnern 
Zeit geben können, die Räume und Fläduen durch Baumwuchs und Pflan- 
zungen auszufüllen, und hätte die erhoffte Menge die Plätze und Straßen so 
wie an den wenigen Tagen starken Besuches belebt, wäre der Eindruck der 
Weitläuiigkeit wesentlidu gemildert worden. 
Für die einzelnen Gebäude war den Künstlern Freiheit gelassen. Fast alle 
haben sidi dem ernsten Grundgedanken und den begrenzten Mitteln der Aus- 
stellung angepaßt und ihre Absichten in zurückhaltenden Formen zu erreichen 
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