Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstschlosserei und Verschönerungsarbeiten des Eisens
Person:
Hoch, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-814627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-816338
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Die EiIenverbindungen und die wichtigsten 8ierformen. 
entnommenen Gestalten zu den letzteren gerechnet werden 
müssen. Wenn auch im Prinzip hier von aus Blech her: 
gestellten Tiergestalten und von aus dem VolIen geschmiedeten 
Tieren gesprochen werden könnte, so werden diese leHteren 
nur ganz selten zur Verwendung kommen und meistens nur 
dort, wo es sich um ganz hervorragende Wirkungen handelt, 
wie z. B. bei dem srhildtragenden Löwen im Rathause zu 
Hamburg CFig. 4J; sonst werden die aus Eisen hergestellten 
Tierformen meistens mehr oder weniger eben sein müssen. 
S 
100. 
Die Tierformen 
Zeiten. 
der früheren 
Selbstverständlich kann es sich hier nur um die aus Eisen 
hergestelIten Tierformen handeln, und von diesen findet man 
die ersten Spuren in der romanischen Zeit, wo man ver: 
einzelnd als freie Endigungen Köpfe von Tieren findet, welche 
sowohl aus dem Vollen geschmiedet erscheinen, als auch aus 
Blech Lmeistens bei Beschlägens hergestellt; der damaligen 
Zeit, insbesondere der noch sehr wenig entwickelten Schmiede: 
technik entsprechend, sind diese Formen meist noch sehr eckig 
und einfach. 
Nicht viel größer ist die Ausbeute an tierischen Formen 
in der gotischen Zeit, wenn auch hier insbesondere die 
sogenannten Wasserspeier vielfach Tierformen zeigen, welche 
sich vielfach an die Steinarchitektur damaliger Zeit an: 
lehnen. Außerdem findet man bei den Beschliigen, ebenso 
wie in der vorhergehenden Periode, häufiger Tierformen 
verwendet, die allerdings meistens mehr oder weniger eben 
gehalten sind. 
Viel ausgiebiger ist das Zeitalter der Renaissance in der 
Anwendung der Formen lebender Wesen, ja man könnte 
sagen, daß diese Zeit sich gerade dadurch charakterisiert, daß 
die Künstler ins volle Leben hineingrisfen und ihre Formen 
dort entnahmen, wo sie sie fanden. Alle tierischen Wesen 
lFig. 74J wurden in durchaus wirkungsvolIer Weise benuHt, 
um Abwechslung und Leben in die Gitterformen zu bringen; 
doch hielt man sich dabei keineswegs strenge an die natura:
        

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