Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bauschlosserei
Person:
Hoch, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-814612
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3713528
Thores voll zu gestalten, d. h. mit Blech ganz auszufüllen, 
was auch schon aus anderen Gründen empfohlen werden 
kann. Noch besser ist es, wenn dieser untere, gewisser1naszen 
als Sockel wirkende Teil des Thores aus doppeltem Blech 
hergestellt wird, so daß zwischen beiden Blechen ein ent: 
sprechender Luftrau1n bleibt. Um das Thor nicht gar zu 
schwer werden zu lassen, wird man hier statt Quadrateisen 
besser E:Eisen verwenden. 
Die Garten: oder Parkthore erhalten, besonders bei 
reicherer Ausführung, meistens einen Aussatz, bei welchem 
allerdings der Uebelstand zu verzeichnen ist, daß beim Oeffnen 
doppelsliigliger Thore diese in zwei unsymmetrische Teile ge: 
teilt werden, wodurch die Harmonie gestört wird. Aus diesem 
Grunde zieht man es häufig vor, wenn es die lichte Höhe 
gestattet, einen festen Kämpfer durchzulegen und in den beiden 
gemauerten Pfeilern zu lagern; doch sind mit diesen fest: 
liegenden Kämpfern auch manche Nachteile verbunden. Bei 
den zweislügligen Thoren ordnet man gewöhnlich der Sym: 
metrie halber in dem festen Flügel ein blindes Schloß an, 
falls sich dasselbe nicht organisch der Orna1nentik anschließt. 
Die Stärke der zu den Gitterthoren verwendeten Eisen 
richtet sich selbstverständlich in erster Reihe nach der Größe 
derselben und dem Zweck, der damit erreicht werden soll. 
Die Gitterstäbe selbst werden besser aus Quadrateisen als 
aus Flacheisen gewählt; zu letzterem greift man meistens nur 
aus Sparsamkeitsgriinden, doch sollte jeder bedenken, daß 
ein aus einfachen, geraden starken Quadrateisen hergestelltes 
Gitterthor stilvoller wirkt als ein reich ornan1entiertes Thor 
aus schwachen Flacheisen. Hier ist Sparsamkeit entschieden 
nicht am Platze. Die Verbindung der lotrechten Gitterstäbe 
untereinander wird meistens durch zwei wagrechte Gitter: 
eisen bewirkt, zwischen denen die Gitterstäbe gelagert werden, 
falls man nicht diese durch die Löcher eines wagrechten Fluch: 
eisens hindurchschiebt. Selbstverständlich können hier sehr 
verschiedene Anordnungen und Zusammensiigungen statt: 
finden, aber es handelt sich dabei nur um die ganz einfachen
        

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