Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beschläge, Schloßkonstruktionen und Geldschrankbau
Person:
Hoch, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-810019
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-814345
Der IGe1dschrankbau. 
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Diese Panzerung kann entweder außen oder innen, oder 
auch an beiden Seiten gelagert sein, doch begnügt man sich 
meistens mit einer Panzerung an der inneren Seite; die- 
selbe darf aber nicht zu schwach sein, und muß für eine 
genügende Verbindung der einzelnen Panzerflächen unter- 
einander und mit dem Mauerwerke gesorgt werden. 
Als Armierung kann ein Netz, von sich kreuzenden, unter- 
einander vernieteten Eisenschienen oder Fa(;oneisenschienen 
verwendet werden, welche mittels Steinschrauben mit dem 
Mauerwerk verbunden werden, oder man verwendet eine 
Panzerung aus Eisen oder Stahl, besser noch richtiges Geld- 
schrankpanzerblech, das am zweckmäßigsten so zusammen- 
zufügen ist wie der Mantel eines Geldschrankes, oder man 
benuHt ein System dicht nebeneinandergestelIter nnd fest mit- 
einander verbundener Stahlschienen, die auch durch Eisen- 
bahnschienen erseht werden können. Besonders wirksam wird 
diese Panzerung, wenn zwei Reihen dicht aneinander- und 
ineinandergeschobener Eis enbahns chienen zwischen zwei Stahl- 
Platten gelagert und die entstehenden Zwischenräume durch 
Zement ausgegossen werden. 
Nach Mitteilungen von S. J. Arnheim in Berlin 
kostet (1 882) eine Gitterpanzerung aus Eisenstäben 89 - 10mm 
bei 100 nun Maschenweite pro Quadratmeter einschließlich 
Besestigungseisen und Dübel 24 Mark; eine Eisenblech- 
panzerung einschließlich Befestigung von 5, 6 und 7 mm 
Stärke bez. 40, 47 und 54 Mark pro Quadratmeter, eine 
Panzerung mit Patentpanzerplatten von 8, 6 und 7 mm 
Stärke 75, 87,5 und 100 Mark pro Qnadratmeter. Die 
Firma Hobbs, Hart und Co. in London hat jüngst eine 
Panzerstahlkammer (ohne Mauerung) von 4,27 m Breite, 
2,29 m Tiefe und 3,66 m Höhe für 50 000 Mark her- 
gestellt, wobei das Gesamtgewicht sich aus 35 000 kg belief. 
H?-21. Die Decke der Stahlkammern. 
Die Stahlkammern sind mit starken Gewölben (Fig. 250) 
oder mit Rollschichten oder Betonmauerwerk über starken
        

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