Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beschläge, Schloßkonstruktionen und Geldschrankbau
Person:
Hoch, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-810019
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-814098
walzwerk von L. Mannstaedt und Co. zu Kalt bei Köln 
besondere Rahmeneisen walzen lassen, mit deren Hilfe er 
einen recht innigen Schluß erzielt. Diese Schränke sind als 
Säulenschränke ausgebildet und erfordern verhältnismäßig 
wenige eigentümliche Eisenformen, da die Thür rundherum 
von allen vier Seiten, ebenso wie der Thürrahmen nur je 
ein Eisen erfoderlich macht, zum Unterschiede von den meisten 
Konstruktionen, bei welchen an der Angelseite besondere 
Eisen notwendig sind. Zur Herbeifiihrung eines dichten 
Schlusses zwischen Thür nnd Rahmen an der Schloßseite 
ist ein eigentiimliches dreieckiges Eisen eingeschaltet, welches 
sich sehr leicht richten läßt. Die an der Thür befestigten 
Kegelstumpfe sollen ähnlich wirken wie die Bolzen bei dem 
Palmschen Bolzenkopfverschluß. Endlich soll noch auf die 
besonderen Winkeleisen hingewiesen werden, welche zur Ver- 
bindung der Hinterwand mit dem übrigen Schrankkörper 
benuHt werden. 
5310. Die amerikanischen Schriinke. 
Wie auf so vielen Gebieten, hat sich auch hier in der 
Geldschrankindustrie von Amerika aus ein eigener Geist 
ausgebreitet 11nd die europäis(he Jndustrie so beeinflußt, 
daß es heute in Deutschland als eine besondere Em- 
pfehlung angesehen wird, wenn die Geldschrankfabrikanten 
schreiben ,,nach amerikanischem Muster", jedoch nicht etwa 
nur deshalb, weil ,,der Prophet nichts gilt in seinem Vater- 
lande" und dem Deutschen ein gewisses Liebäugeln mit dem 
Auslande eigen ist, sondern vor allem deswegen, weil die 
amerikanischen Geldschränke wirklich praktisch gebaut sind 
und eine Klarheit des KonstrUktionsgedankens zeigen, die 
bei manchen europäischen Schränken vermißt wird. 
Jnfolge der eigentümlichen Geschästsverhältnisse sind die 
amerikanischen Schränke besonders stark gebaut und zeigen 
meistens einen sehr sorgfältig ausgebildeten Feuerfalz, der 
durch mehrfachetreppenförmige Abstufungen(Fig.231) 
hervorgebracht wird, so daß ein inniger Anschluß zwischen
        

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