Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beschläge, Schloßkonstruktionen und Geldschrankbau
Person:
Hoch, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-810019
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-813537
nicht wie bei den übrigen Seitenflächen des Mantels eine 
gegenseitige Absteifung durch die Konstruktion erzielt werden 
kann. Jenen Teil der Thürfläche aber, hinter dem das Schloß 
zu liegen kommt, nur durch eine Stahl- und Panzerplatte zu 
schützen, muß entschieden als fehlerhast bezeichnet werden. 
Die Thiir selbst wird in vollständig fertigem Zustande 
in den fertig gebauten Schrank eingehängt, indem die Säule, 
aus 2 Teilen bestehend, von der inneren Seite aus an 
die Thür angeschraubt wird und so die Verbindung dieser 
beiden Teile bewirkt wird. Da die Thür sehr schwer ist, 
aber fortwährend bewegt wird, muß dieselbe sehr gut ge- 
baut sein, damit nicht ein ,,Sacken" oder ,,Ecken" in 
kurzer Zeit eintritt, weshalb auch dafür gesorgt werden 
muß, daß die Säule mit ihren Zapfen und Lagern nicht zu 
schwach ist. 
H 277. Eine besondere Sänlenkouftrnktion. 
Obwohl die Säulenschränke von vielen Fabrikanten als 
ganz veraltet verworfen werden, bauen doch heute noch 
viele diese Schränke, von dem Gedanken ausgehend, daß 
das Thürgehänge selbst aus den oben angeführten Gründen 
(Seite 326) die Sicherheit eines Schrankes gar nicht beein- 
flußt und die Säule ein bequemes Thiirgehänge ist. 
Jn dieser Beziehung sind besonders die sogen ,,C"-K-assen 
von Franz Leicher in München (Fig. 198) von Be- 
deutung. Außer dem besonders wirksamen Feuersalz an der 
Schloßseite, oberen und unteren Thürkante, und zwar an 
der inneren und äußeren Thürfläche, ist der Feuersalz an 
der Thürangelseite besonders sinnreich konstruiert, so daß hier 
nicht nur ein vollständig dichter Verschluß erzielt wird, son- 
dern auch durch die einzelnen vertikal gestellten, abwechselnd 
an der Thür und deren Rahmen befestigten Falzftäbe so- 
genannte Hinterfassungen gebildet werden, welche ein 
Herausreißen der Thür selbst nach vollständiger Entfernung 
der Säulen und der Thiirzapfen unmöglich machen. Diese 
Geldschränke haben meistens auch einen sogen.Brandkasten,
        

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