Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beschläge, Schloßkonstruktionen und Geldschrankbau
Person:
Hoch, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-810019
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-812279
206 S-i)rii5sek. 
1. Die (!lhubl1lrlJlöl1er und deren Jäbarien. 
5190. Das Cl)ul1bschloß im allgemeinen. 
Obwohl das Bramahschloß älter als das Chubbschloß ist, 
das im Jahre 1818 in England zuerst patentiert wurde, so 
konnte doch keines, weder das Bramahschloß noch irgend 
ein anderes der übrigen Sicherheitsschlössersysteme das 
Chubbschloß bis jegt verdrängen, und erst in neuester Zeit 
wird von Amerika aus durch das Yale- oder Stechschloß 
dem Chubbschloß einigermaßen Konkurrenz gemacht. 
Jnfolge des Grundgedankens der Konstruktion kann das 
Chubbschloß unschwer fabriksmäßig hergestellt werden, 
und wenn darauf noch mehr als bisher Rücksicht genommen 
wird, dann wird es auch möglich werden, die Chubbschlösser 
so billig und gut herzustellen, daß dieselben die einfachen 
Schlösser allmählich verdrängen. 
s191. Der Grundgedanke des Chubbschlosfks.  
Da die Sicherheit eines Schlosses von der Beschaffenheit 
der Zuhaltungen und deren Anzahl abhängt, wird auch hier 
bei dem Chubbschloß die Zuhaltnng das Charakteristische sein. 
Die Verschiebung des Riegels soll nun durch einen aus 
demselben herausstehenden Zapfen so lange verhindert wer- 
den, bis der Zapfen den Ausschnitten einer oder mehrerer 
Zuhaltungen gegenübersteht; jede einzelne Zuhaltnng muß 
besonders eingestellt werden, und erst dann kann der Riegel 
verschoben werden, wenn alle Zuhaltungen richtig stehen. 
Daraus geht aber gleichzeitig hervor, daß bei jeder Chubb- 
zuhaltung zwei Teile besonders aufmerksam und genau 
gearbeitet werden müssen, soll dieselbe ihre Aufgabe voll- 
kommen erfüllen, nämlich: 
1. die Gestaltung der Ausschnitte für den Riegelstift, und 
2. die Gestaltung derjenigen Kante, auf welche der 
Schlüssel einwirkt, um die Zuhaltungen einzustellen. 
s192. Die Konstruktion der Ct1ubl1zuhaltungen. 
Der Riegelftift Z (Fig. 128) mit rechteckigem Quer- 
schnitt ist auf dem Riegel so festgenietet, daß er möglichst
        

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