Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-795490
entgegengesetzten Seite hin augtroclknen kann und sich keine neue 
Lfeuchtigkeit bildet; sonst ist auch hier kein absolut mirkfameg Mittel 
bekannt. Bersucht werden können die neuerdings in den Handel ges 
brachten Kautsrhuklösungen. 
Borftrikhs 
nnd 
Grundiekmittel. 
5. Bei Anstriä;en mit wässerigen Bindemitteln 
auf Putz gehört zur Grundierung zunächst das Vorschlämmen 
mit Kalkmilch. dann, vor Leimfarbenanstrich das Seifen oder Alaunis 
sieren, oder das Borleimen, wie bei den anderen Techniken das Bari 
streichen mit dem Bindemittel CKasein, EmulsionJ. 
Die Seifenlösung zum Vorseifen wird aus grüner Seife lOels 
oder Schmierseifes hergestellt durch langsameS Berriihren der Seife 
unter ZusaZ von warmem Wasser zu dünner Lösung. Die Stärke 
der Seifenlösung ist nach der Beschaffenheit lPorösität, Sangs 
fähiglceits des Untergrundeg herzustellen, jedoch darf die Lösung nicht 
zu stark sein, da sonst der folgende Austritt; perlt. Die richtige Stärke 
der Lösung ist durch Proben festzustellen. Sn der Regel genügen 
100 gr Seife auf 10 Liter Wasser. 
Bei Oels und Lackfarbenanstrichen auf PuY wikd gut. 
weder grundiert mit reinem Leinöl mit Sikkativzusaiz oder mit reinem 
Leinölfirni5. evtl. mit FarbzusaZ. Auf Holz wird grundiert entweder 
mit reinem Leinöl mit Sikkativzusatz und 250xo Terpentin, oder mit Lein: 
ölfirniI, oder mit uerdünntem Lade, um Reißen zu verhüten. NeuerdingS 
liefert die Industrie besondere Grundiermittel, sowohl ölfreie Grundierss 
mitiel, wie besonders präparierte Iirnisfe, die nach besonderer Gebrauchgs 
anweisung zu verarbeiten sind. Abschlieszende Erfahrungen liegen noch 
nicht vor. Für Metallanstriche wird neben der reinen Oelgrundierung 
der Boranstrich mit Blei: oder Gisenmennige oder MennigesGrsaZ 
verwendet. Außerdem gibt es PatentsEisengrundiermittel Cz. B. leauts 
schukhaltige Mittel, die naphtahaltigen SchiffSbodenfarben u. a. m.s. 
6. Schleifs und PräparationSlarke sind Oellacke aus 
harten Edelharzen, die dazu dienen, für den späteren Auftrag von Uebers 
zugSlacken einen absolut undurshlässigen und nicht saugfähigen, festen 
und glatten Grund zu schaffen. Die Glätte wird dadurch erreicht, daß 
diese Schleiflac1eschicht fein naß oder trocken geschliffen wird. Dafür 
müssen diese Lache besonders mager sein, damit sie sich gut und leicht 
schleifen lassen; ein fetter Oellaclc würde zum Schleifen zu zäh sein.
        

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