Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-795078
wird unter 3uja3 von Kvpallacken, und  als Ersatz für Wachs: 
mattlack  die sog. Hartmattlaclke, die hergestellt werden, indem 
bestimmte Lac1ksorten mit getrocknetem Stärkemehl oder feiner Tonerde 
CKaolinJ innig vermischt werden. 
Die übrigen Spezialöllacke sind sämtlich farbige Ladre. Unter 
ihnen sind die wichtigsten die Weißla clre. 
Die Weißlacke werden hauptsächlich für Fertiganstriche auf 3inkweifz 
und  bei Snnenarbeiten  auch auf Lithoponegrundierungen verwendet. 
In der Regel werden gute Weißlacjke  die sogenannten Gmaillelaclee 
 hergestellt aus chinef. Holziil, hellsten Kopalen, best zubereiteten Stands 
ölen und feinftem 3inkweiß. Minderwertige Sorten werden auch unter 
Zusatz von Lithopone hergestellt. Da es aber bei einem Weißlack nie 
sicher festzustellen ist, ob und wieviel Lithopone er enthält, sollen 
grundsätzlich Weißlaclkierungen auf Bleiweißgrundanstrichen nicht aus: 
geführt werden, da sonst infolge gegenfeitiger chemischer Beeinflussung 
von Bleiweiß und Lithopone ein Grauwerden der Lackierung eintritt. 
Auch bei den Weißlaclcen ist die Herstellung in den verschiedenen 
Lkabrilcen sehr unterschiedlich. Es gibt Snnenlacke, die vor allem 
schneller trocknen sollen, und Aufzenlacke, die langsamer trocknen, aber 
eine größere Widerstandgfähiglkeit gegen Witterunggeinflüfse besitzen. 
Die besten Weißlacbe bleiben am längsten weiß. Je schlechter die Lacke 
sind, umso schneller oergilben sie und verlieren den Glanz. 
Die übrigen farbigen Lache sind entweder, wenn sie heller 
getönt sind, Weißlaäie mit einem 3usaZ feinst geriebener Farben. oder, 
bei satten Tönen, farblose Lache, meist Kutfchenlacl;e, mit reinen Farben 
zusammen in einem besonderen technischen Verfahren bereitet. Auch 
hier heißen die besten Lache Gmaillelacke, z. B. Blaus, Rats, Griins 
Emaille. Sie werden hauptsächlich für die sBlechlackierung verwendet. 
Zu den farbigen Oellaclken gehören auch die schwarzen Asphalts 
lacke, die zum Anftrirh von erhi3ten Metallflächen CHerden, Oefen, 
Rohren1 verwendet werden. 
Sapanlack Wicht zu verwechseln mit dem sogenannten Japans 
emaillelack, der auch nur eine besonders gute Qualität von Gmaillelack 
bezeichnen sollJ ist ein schwarzer Ueberzug5laät, der auf sorgfältig 
vorbereitetem schwarzen, matten Oelfarbengrund eins oder zweimal aufs 
getragen wird. 
Die Farbenlacke  nicht zu verwechseln mit den farbigen 
CEmqi1Ie,z Lachen  sind eine besondere Art von Locken, die nur als 
3usäxze zu getönten oder bunten Oelfarben beim legten Anftrich Vers 
wendung finden. Der Zweck des Lackkzusaxzeg ist, die TrocIknung des 
Oelfarbenanstrich5 zu beschleunigen und ihm eine größere Härte, Wider: 
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