Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794870
5.er muß wirtschaftlich sein, d.h. es darf nicht mehr 
Iarbmasse und Arbeit verwendet werden, als unter gewöhnlichen 
Umständen erfahrungsgemäß zur Herstellung eines guten Iarbs 
auftrags mit den vorgenannten Eigenschaften notwendig ist. 
6. er muß gesundheitlich einwandfrei sein, d. h. 
giftige Farben Cnach den Bestimmungen des ReichsgeseZes über 
die Verwendung giftiger Farben vom 5. Juli 18871 und schlecht 
riechende Farben oder sonstige Werkstoffe, deren Geruä1 haftet, 
dürfen nicht verwendet werden. 
Die zum Iarbauftrag verwendete flüssige Farbmasse, muß hiernach 
folgende Eigenschaften haben: 1. D e ekle rast, 2. richtig e J ärb ung, 
Z. Trockenkraft, 4. Widerstandsfähigkeit gegen die ges 
wöhnlichen Ginfliisse der Witterung, Temperatur und des Lichts, 5. 
richtige Konsiftenz, d. h. eine solche Beschaffenheit, daß sie sicJ 
leicht und gut, ohne Schädigung des Arbeitserfolges, verarbeiten läßt. 
S. Ungefährlichkeit. 
Zu by Die Bd rarb eiten dienen dazu, die verschiedenen Unters 
griinde für den Farbauftrag so vorzubereiten, daß sie infolge ihrer stofflichen 
Eigenschaften und ihrer Beschaffenheit den Iarbauftrag in seiner Wirkung 
nicht beeinträchtigen können. Die verschiedenen Untergriinde sind die 
verschiedenen Baustoffe oder sonstigen Stoffe, die durch den Jarbauftrag 
geschützt, gekennzeichnet oder geschmückt werden sollen, also in der 
Regel Pay, Holz, Eisen und anderes Metall, Glas, Webstoffe, Papier 
und ähnliches. 
Der Untergrund für den Jarbauftrag muß,  gleichviel aus welchem 
dieser Stoffe er besteht  folgende Eigenschaften haben: 
1. er muß gleichmäßig eben sein, d. h. er darf keine Uns 
ebenheiten, Nisse, Löcher, Fugen usw. zeigen; 
2. er muß sauber sein; 
3.er mußtrocltensein; s 
4. er muß gut abgedichtet sein, d. h. poröser Untergrund, 
wie Putz, Holz, Gewebe usw. muß so vorbehandelt werden, 
daß die Iarbaufstriche nicht zu sehr und vor allem nicht ungleichs 
mäßig aufgesogen werden; 
5. sofern der Untergrund schädliche Stoffe, wie Säuren, 
Harze, Fette und ähnliches enthält, durch die der Jarbauftrag 
beeinträchtigt werden würde, muß deren Wirkung isoliert 
werden, d. h. durch Auftrag eines, eine undurchlässige Schicht 
bildenden Mittels verhindert werden. 
Hiernach umfassen die Werkstoffe für Vorarbeiten eine Reihe Mk. 
fCJiedener Materialien, die später im Einzelnen behandelt werden und 
die jeweils für die verschiedenen angegebenen Zwecke geeignet sind. 
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