Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794831
diesen Iachleuten nach eigenem Ermessen geschrieben und von ihnen für 
ihre eigene Rechnung herausgegeben, ihr Gebrauch ist in das Belieben 
eines Jeden, der nach Erweiterung seiner Kenntnisse strebte, gestellt. 
Infolgedessen sind sie nur zum Teil bekannt und anerkannt und be: 
nutzt und sind auch nur zum Teil zur Ausbildung der Lehrlinge mit: 
gebraucht worden. 
Es war also bisher nur das persönliche Wissen der Lehrmeister 
und Iachlehrer, und gelegentlich auch die Iachliteratur die Quelle, aus 
der die Lehrlinge des Maler: und Lackiererhandwerks ihr Wissen 
schöpfen konnten. Das mußte zur Folge haben, daß die Ausbildung 
der Lehrlinge sehr verschieden ausfallen mußte, je nach dem Wissen und 
der Erfahrung der einzelnen Lehrmeister und Iachlehrer, und je nach: 
dem, ob die Iachliteratur benuht wurde oder nicht. Dazu kam noch, 
daß die Fähigkeit und die Lust, die Lehrlinge zu unterrichten, auch bei 
jedem der Erzieher verschieden ist. Wenn alle diese Umstände günstig 
waren, erhielten die Lehrlinge naturgemäß eine sehr gute Ausbildung, 
wenn sie aber ungiinstig waren, dann wurden die Lehrlinge, ohne eigenes 
Verschulden, nicht gut genug ausgebildet und damit für ihr ganzes 
späteres Berufsleben benachteiligt. Dieser Schaden mußte sich dann auch 
weiter auswirken für das ganze Gewerbe, das dadurch im allgemeinen 
an Bildung und Leistung Schaden litt. 
Der Reichsbund des deutschen Maler: und Lackiererhandwerks, die 
große, den deutschen Maler: und Lackierermeister vertretende Jachorgani: 
sation, hat diesen Schaden erkannt und beschlossen, ihn abzustellen. 
Er gibt dieses Lehrbuch heraus und überliefert damit jedem Lehrling, 
der das Handwerk erlernen will, das gesamte Berufswissen, über das 
ein voll ausgebildeter Maler verfügen muß. Durch die Herausgabe 
dieses Lehrbuches erklärt der Neichsbund mit seiner ganzen Autorität, 
daß nur der als vollgültiger Maler und Lackierer angesehen werden 
kann, der den in dem Lehrbuch niedergelegten Stoff kennt und beherrscht. 
Er verpflichtet jeden Lehrling, alles das zu lernen, was das Buch ent: 
hält. Er verpflichtet aber auch jeden Lehrmeister und JalI1lEhM. die 
Lehrlinge alles zu lehren, was im Lehrbuch enthalten ist. Der Reichs: 
bund setzt auch seinen ganzen Einfluß dafür ein, daß das Lehrbuch über: 
all den Gesellenpriifungen, mit denen die Lehrlinge ihre Lehrzeit ab: 
schließen, zugrunde gelegt wird. 
Entsprechend den im vorhergehenden Abschnitt geschilderten An: 
sorderungen, die der Beruf an den Maler und Lackierer stellt, gliedert 
sich das Buch in die Abschnitte: Werkstoffkunde, Werkzeug: und Geräte: 
kunde, Anstrichkunde, Gestaltungskunde und Betriebskunde. 
In jedem dieser Teile wird der Lehr: und Lernstoff in kurzen Ab: 
schnitten iibersichtlich und einprägsam dargestellt. Das Lehrbuch ist je: 
doch kein Lesebuchl Es ist keine Lektiire für Mußestunden, sondern ein 
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