Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-797012
holte Uebung seine Tätigkeit so beherrscht, daß er sie in einer anges 
messenen Zeit so erledigen kann, daß sie immer mehr der durchschnittlichen 
Leistung des Gehilfen entspricht. Der voll ausgebildete Lehrs 
ling soll nicht nur der Güte. sondern auch der Menge 
seiner Arbeit nach voll leistungsfähig sein. 
Falsche oder schlechte oder nachlässige Leistung 
führt zur direkten Schädigung des Betriebes und 
des Meisters. Für solchen, durch seine Schuld veranlaßten Schaden 
ist der Gehilfe dem Meister voll verantwortlich und zu Schadenersatz 
verpflichtet. Schäden, die durch den Gehilfen außerhalb seiner Arbeitss 
leistung, aber bei dieser Dritten, z. B. dem Auftraggeber zugefügt werden 
Cz. B. Sachbeschädigung und ähnlichesj müssen ebenfalls von dem 
Gehilfen selbst uerantwortet werden, wenn der Meister die erforderliche 
Sorgfalt bei Auswahl und Unterweisung des Gehilfen beobachtet hatte. 
In solchen Fällen kann u. U. auch der Lehrling oder sein gesetzlicher 
Vertreter CBater oder Vormund; zur Verantwortung gezogen werden. 
H. 15. Der Leistungsbericht. Ueber die von ihm ausgeführte 
Arbeitsleistung ist jede im Betrieb beschäftigte Arbeitskraft und auch 
der Lehrling, dem Meister zur Rechenschaft verpflichtet. Die Rechens 
schaftslegung erfolgt durch Ausfüllung der oorgedrucirten und vom 
Meister jedem BesäJäftigten gelieferten Arbeitszettel, die  in 
den einzelnen Betrieben verschieden  entweder nach Tagen oder 
Wochen ausgefüllt werden. Hier ist genau einzutragen: 
ad Angabe des Arbeitstages, 
by Bezeichnung der Arbeitsstelle, 
ei Zeit und Dauer der Arbeit auf der Arbeitsstelle, 
di Beschreibung der Arbeit nach Art, Maß oder Stiichzahl, 
z. B. Freitag, den I0. März, Neubau Müller, von 8s12 Uhr vorm., 
15 Fenster grundiert. Eine andere Art des Arbeitsberichtes ist der sos 
genannte Postenzettel, der meist von dem leitenden Gehilfen einer 
Arbeitsstelle ausgefüllt wird. Er enthält: 
as Angabe der Arbeitsstelle, 
bJ Datum, 
ei Beschreibung der verschiedenen, an diesem Tage ausgeführten 
Arbeiten nach Art, Maß oder StücItzahl, Angabe der mit ihnen 
jeweils beschäftigten Anzahl von Arbeitskräften und der von 
diesen dafür oerbrauchten Arbeitsstunden im einzelnen. 
di Mengen der dazu im einzelnen sowohl aus der Werkstatt ers 
haltenen wie bei den einzelnen Arbeiten oerbrauchten Materialien. 
Die Angaben des Leistungsberichts müssen von den Arbeitskräften 
sorgfältig, vollständig und deutlich gemacht werden, sodaß der Meister 
242
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.