Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-796046
und heiß dem Mehlkleifter zugese3t. Die Mischung maß dann noch 
eine halbe Stunde kochen und gut umgecührt werden. Die Farbe kann 
noch mit warmem Wasser streichrecht gemacht werden. Es wird ohne 
Grundierung direkt auf das Holzwerk gestrichen. Für Fenster und Türen 
ist das Material nicht zu verwenden.  
III 
Oetfarbenanftriche: 
Normalanstriche und Sparanstriche wie innen, jedoch ist im Alls 
gemeinen wegen der höheren Ansprüche an die Haltbarkeit fetter zu 
arbeiten. 
Minderanstriche sind nicht zulässig, da nicht wetterfest. 
Bessere Ausführung: Streichen der Fenster und Türen nach mehrs 
maligem weißen Oelfarbenanstrich mit Emaillelack. Bei dunklen Hau5s 
täten Vorlackieren und Ueberziehen mit besten Außenlacken. 
V. Meiallansiriche, Jnnen und Außen. 
Ceiserne Fensier, Treppen, Bauteile, Befchicige, Jkosie, Gitter, Brücken, 
Heizkörper, Zinkkohre, Zinkverkleidungen, Dachabdeckungen usw.s 
Für Eisen ist zu beachten, daß es im Freien mehr den Einflüssen 
der Temperaturschwankungen CAuSdehnung und 3usammenziehungs au5s 
gesetzt ist, wie Snnen. Aug diesem Grunde müssen die Außenanstriche 
dehnbare Farbfi1me ergeben. Farben und Bindemittel müssen also so 
gewählt werden. daß sie einen elastischen Iarbiiberzug ergeben, der 
auch nach der Trocknung der Ausdehnung und dem Zusammenziehen 
des E,isens folgen kann ohne zu reißen. tAm ehesten entsprechen diesen 
Anforderungen als Grundiermittel ölhattige Kautschuklösungen und als 
Farben Bleiweiß und Graphit. Die Verwendung der an sich spröden und 
gehörter leicht reißenden Mennige ist nur dann unbedenklich. wenn die 
darauf folgenden Oelfarbenanstrirhe einen so elastischen Film bilden, 
daß er nicht reißen Kann. Wenn der Iarbfilm bis zum Eisen durchs 
reißt. dringt der Sauerstofs der Luft durch die Risse ein und das 
Eisen kostet unter der Jarbsihichts. 
1.Vorarbeiten für Gifenanstkich: Reinigen, gründliches 
Entrosten, Berkitten, Vorstreid1en mit Bleis oder Eifencnennige, 
oder Oelen. oder Grundieten mit ölhaltigen Kaatschuk1ösungen 
oder ö1freien Grundiekmitteln. 
2. Anstricharbeit: Die 3ubereitung der Farben ist die gleiche 
wie bei Oelfarben für Putz. Terpentinöl darf zur Verdünnung nicht 
verwendet werden; für Borg und Jettiganstriche wird das gleiche 
Material verwendet. Normal ist nach Mennigen oder Borsten 
ein zweimaliger Oelfarbenanftricl1. Bei ölfreiet1 .Grundiermitteln 
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