Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-795892
Solche Umstände sind: 
as Der Wunsch des Auftraggebcrs. Der Auftraggeber 
ist im allgemeinen in der Technik des Handwerks nicht ers 
fahren und kann daher meist nicht beurteilen, ob sein Auftrag 
nach Beschaffenheit der Arbeitsgegenstände zu der angegebenen 
Zeit in der von ihm beabsichtigten Art und Weise aussührbar ist. 
Der Maler muß den Kunden über die bestehenden Möglichkeiten 
aufklären und seine bessere Sachkenntnis überzeugend zur Geltung 
bringen, da er die Verantwortung für das Gelingen der Arbeit 
trägt und sein geschäftlicher Ruf von der Zufriedenheit des 
Auftraggebers mit der Ausführung abhängt. 
b; Die für die Ausführung zugestandenen Mittel bezw. der bei 
willigte Preis. Der Auftraggeber kennt meist die Qualitätss 
und Kostenunterschiede der verschiedenen Arbeitsiaussührungen 
in der gleichen oder in den verschiedenen Techniken, sowie aucl; 
der Materialien dafür nicht. Der Maler muß den Auftraggeber 
darüber aufklären. welche Qualitäten der Ausführung bezw. der 
Materialien für den zugestandenen Preis geliefert werden können. 
ed Die mit dem Auftraggeber vereinbarten Lieferungsbedins 
gungen. Besonders die vom Kunden festgesetzte Lieferfrist 
kann für die technische Ausführung der Arbeit von Bedeutung 
sein. Der Maler muß sich dabei so sichern, daß die Ausführung 
auch tatsächlich in der festgesetzten Zeit ohne Nachteil für die 
Güte der Arbeit möglich ist. Dazu muß er selbst den nötigen 
Zeitaufwand für die Arbeitsleistung, die Trockenzeiten der Aas 
strict;e usw. genau vorberechnen und die rechtzeitige Lieferung von 
Material und Geräten usw. vorher sicher stellen. 
di Die Zeit der Ausführung. Wie wiederholt betont, ist 
die Arbeit des Malers stark den Einflüssen des Klimas und 
der Witterung ausgesetzt. Die Jahreszeit der Ausführung und 
das Wetter muß also derart berücksichtigt werden, daß Stös 
rungen der Arbeit oder kostspielige Aenderungen der Arbeitss 
verfahren möglict;st vern1ieden werden. Auch die Tageszeiten 
der Ausführung, die Arbeitsunterbrechungen, Liä;toerhältnisse usw. 
sind hier zu beriicksichtigen. 
ej Die allgemeine Betriebsbeschäftigung. In den Bei 
trieben müssen meist mehrere Aufträge gleichzeitig erledigt werden. 
Das Bestrebensdes Betriebsleiters, die Arbeitskräfte und die 
Mittel des Betriebes möglichst wirtschsaftlichsrationell auszus 
nutzen, 1Vkkd daher oft die Verteilung der Arbeitskräfte auf die 
einzelnen Arbeitsstellen und die Dauer und Art der Leistung 
derselben beeinflussen. Die technische Ausführung muß also so
        

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