Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-795713
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Es gibt, je nach der Zusammensetzung des Materials, verschiedene 
Arten von Mauerpu1z innen und außen. die der Maler kennen muß. 
Man unterscheidet: 
ad Gipspux3: CDeclienpuZJ. nur in Snnenräumen. 3usammens 
set3ung: Löschkalk, Gips und feiner Pugsand zu etwa gleichen 
Teilen, zuweilen mit einem geringen Zusatz von Leim, der aber 
nur zu schnelles Abbinden iHartwerdenJ des Gipses verhindern 
soll. Aussehen: Glatt, fein und weiß. Die Glättung erfolgt 
durch Filzen cGlattreiben mit filzbeschlagenen ReibebretternD. 
bJ KalkpuZ oder Kalletnörteln1ird außen und innen vers 
wendet. 3usammenseZung: Z Teile Sand, 1 Teil Kalie. Aus: 
sehen: Meist halbrauh, weiszlich grau. Mitunter auch ,,aus dem 
seinen gepuZttt, d.h. durch KallizusaZ am Schluß des Auftrages 
mehr geglättet. Mitunter auch künstlich aufgerauht CBesenputz, 
sogenannte: berappter PutzJ; 
ej Gemischter Putz CKellerpuzzs außen und innen verwendet. 
3usammense3ung: I Teil 3ement, 1 Teil Kalb, Z bis 4 Teile 
Sand. Aussehen: rauh und mausgrau. 
di 3etnentpuZ: innen für Dichtungsarbeiten CKeller, Socleel, 
Fußboden, SäulenJ, außen für Jassaden. Zusammensetzung: 
1 Teil 3ement, Z Teile Sand oder Kies. Aussehen: meist 
hcclbrauh, aber mitunter auch aufgerauht, wie der Kallipu3, 
dunleelgrau. 
Die Praxis des Maurergewerbes bringt nicht selten geringe Abs 
weichungen in der 3usammenseZung der Pu3arten mit sich, meist ist der 
Gehalt an Sand etwas größer. Von Einfluß auf die Beschaffenheit 
des PuZes sind auch die verschiedenen Beschaffenheiten des Sandes 
und auch des Kalks, je nach den Gegenden, in denen sie gefunden werden. 
Außer den erwähnten Putzarten kommt noch besonders auf dem 
Lande, der Lehmpuxz vor, der jedoch der Anstrichbehandlung keine bei 
fonderen Schwierigkeiten bietet. 
Der Maler hat bei Neubehandlung von Putz vor allem auf drei 
Eigenschaften zu achten, die feine Arbeit schädlich beeinflussen können: 
as auf die Troclkenheit oder Jeuchtigkeit des Pages; 
b1 auf den Siiuregehalt des Pages; 
es auf die Saugfähigkeit oder Porösität des Pages; 
di auf die Sauberkeit des Pu3es; 
es auf die Edenmäfzigkeit der PuZfläche. 
Die T rocicenheit des Pages ist bei Ksallianstrichen ein Nachteil, 
bei allen anderen Tetht1kkS1I ist sie dagegen erforderlich. Die I eu chtigs 
keit begünstigt die Bindung des Kalleanftrichs, kann dagegen bei allen 
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