Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch des Maler- und Lackierer-Handwerks
Person:
Reichsbund des Deutschen Maler- und Lackiererhandwerks / Ausschuß für das Lehrlingswesen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-794151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-795674
Zu b; ä uße re Ginfliis s e. Wie unter as ausgeführt, können die 
störenden Eigenschaften der Untergründe durch äußere Ginflüsse vers 
stärkt werden Cz.B. Jeuchtigkeit oder Trockenheit duräp die Witterungs. 
Ebenso ist aber die Anstrichfarbe selbst, sowohl im flüssigen Zustand 
beim Auftrag, wie später in getrokknetem Zustand gegen die Ginflüsse 
der Witterungss, Temperatur: und Lichtoerhältnisse in den verschiedenen 
Jahreszeiten mehr oder weniger empfindliaJ LFeuchtigkeitgaufnahme, 
Wärme, Kältes, und leidet auch sonst unter schädlichen Einwirkungen 
Cschädliche Gase etc.s. 
Der Maler muß die möglichen Ginflüsse und ihre Wirkung auf 
seine Arbeit und die Werkstoffe richtig beurteilen und sie richtig bei 
rüclesichtigen können. 
Zu es Material, Werkzeuge und Geräte. Die Werks 
stoffe des Malers find nicht alle für alle Anstrichausführungen auf 
.jedem Untergrund geeignet, sondern, es haben sich für die verschiedenen 
Untergründe: PuZ, Holz, Metall usw., jeweils besondere Materialien 
als zweckmäßig und geeignet bewährt. Der Maler muß also wissen, 
welches Material für den von ihm zu behandelnden Untergrund das 
geeignete ist. 
Es gibt aber auch für jeden der verschiedenen Untergründe nicht nur 
ein Material oder eine bestimmte Art der Materialzusammensetzung, 
die für diesen Grund allein in Betracht kommt, sondern es gibt sehr 
häufig verschiedene Arten der Materialverwendung für den gleichen 
Grund. Allerdings sind diese nicht alle gleich gut und stets gleich 
geeignet, sondern sie unterscheiden sich sehr nach Güte und Haltbarkeit, 
manche sind überhaupt nur unter besonderen Umständen geeignet. Der 
Maler muß seine Materialien sowie ihre richtige 3ubereitung so gut 
kennen, daß er beurteilen kann, welches Material er für seine Arbeit 
jeweils unter den besonderen Umständen lUntergrund, äußere Einflüsses 
verwenden muß, um einen guten und haltbaren Anstrich zu erzielen. 
Er muß dabei auch darauf achten, daß Material und Ausführung 
wirtschaftlich sind, d. h. daß die Kosten des Materials und der Arbeit 
in richtigen1 Verhältnis stehen zu der vom Kunden erwarteten Güte 
der Ausführung und zu dem Preise, den er für die Arbeit erzielen 
kann. Es ist Ausgabe des Malers, den Kunden über die Zweckmäßigkeit 
und Wirtschaftlichkeit der Materialien aufzuklären. 
Zu di ArbeitSau5führung. Für jede Art der Arbeit5auSs 
fiihrung hat die Ueberlieferung und die Praxis bestimmte Regeln der 
Ausführung herausgebildet. In diesen Regeln wird vorgeschrieben: 
1. wieviel und welche Vorarbeiten nnd in welcher Reihenfolge sie in 
jedem Fall nötig sind; 2. wie oft nacheinander die Fläche gestrichen 
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