Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A. von Werner
Person:
Rosenberg, Adolf Werner, Anton/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-762786
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-763301
Werner. 
Anton von 
bestehen, bis er endlich zu einem Ziele kam, 
das von seinen Träumen weit entfernt war. 
Der Auftrag dazu war ihm bereits im 
Februar durch eine Kabinettsordre des Kai; 
sers erteilt worden, in der vorgeschrieben 
worden war, daß auf dem Bilde ,,die Rück; 
wirkung des Krieges gegen Frankreich auf 
die Einigung Deutschlands und die Schaf; 
fang der deutschen KaiserwürdeU dargestellt 
werden sollte. Der Architekt des Denkmals, 
Geheimer Oberbaurat Strack, der mit der 
künstlerischen Oberleitung betraut worden 
war, wünschte anfänglich, statt einer zu; 
sammenhängenden umlaufenden Darstellung, 
den Gegenstand in vier Bildern behandelt zu 
sehen. Erst nachdem ihm Anton von Werner 
von jeder Art der Darstellung eine 61J2 Fuß 
lange Skizze gemalt hatte, gab er der An; 
sieht des Künstlers, welcher die Friessorm 
von vornherein in Aussicht genommen hatte, 
nach. Ursprünglich war bestimmt worden, 
daß das Bild auf die Wand al fresko oder 
in Wasserfarben gemalt werden sollte. Weih; 
nachten 1871 wurde die Skizze dem Kaiser 
vorgelegt, erfuhr aber von diesem eine so 
strenge Kritik  u. a. sollte statt der halb; 
nackten Germanen auf der Skizze modern; 
militärisches Kostüm, höchstens etwas ideali; 
siert, gewählt werden s, daß der Künstler die 
Arbeit vorerst ablehnte. Nachdem jedoch die 
stärksten Beanstandungen zurückgezogen wor; 
den waren, blieb nur die Forderung bestehen, 
daß statt des Kaisers, welcher, umgeben von 
des Prinzen des Hauses Hohenzollern und 
den deutschen Fürsten, die Kaiserkrone em; 
psangen sollte, eine allegorische weibliche Fi; 
gut, umgeben von den Heerführern,, gesetzt 
werden sollte. Der Künstler ging darauf 
ein Es. die Studie zu der weiblichen Figur 
Abb. 32J und verpslichtete sich, bis zum 
2. September 1873 die Hälfte des Bildes 
Auf die Wand zu malen unter der Voraus; 
sEBk1Ug, daß er im Mai mit der Malerei 
beginnen könnte. Da nun diese Bedingung 
MFht erfüllt wurde und der Kaiser verlangte, 
beI Tier Auf den 2. September festgesetzten 
EUtkJUkI1fUgSfekEV das ganze Gemälde, über; 
hk1UpF DIE ganze Säule fertig zu sehen, er; 
bot sWh der Künstler, bis zum 30. August 
dass ganze Bild auf Leinwand zu malen, 
VDWUsgE1CHt, daß es nachher in Glasmosaik 
M der SUUIe ausgeführt würde, womit er 
an einer Stelle bereits gute Erfahrungen 
gemacht hatte. Nachdem der Kaiser diese 
Abb. 33. Studie zu Graf von Moltke auf dem 
Bilde der Kaiserp1:oklamation. 
Vorschläge genehmigt hatte, malte Anton von 
Werner das Bild in seiner ganzen Aus: 
dehnung von 75 Fuß Länge und 121J.z Fuß 
Höhe auf einem Stück Amfterdamer Leins 
wand von über drei Centnern Gewicht in 
der Zeit vom 14. Juni bis 20. August, 
an welchem Tage es an die Baukommifsion 
abgeliefert wurde. Nachdem es bis zum 20. 
Oktober an der Säule gehangen, übermalte 
es der Künstler in etwa drei Monaten. Als 
es ganz vollendet war, wurden wieder Aus 
Zeit
        

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