Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
George Frederick Watts
Person:
Schleinitz, Otto von Watts, George Frederick
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-758612
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-759065
30 
Bild der Bibliothek (Abb. 16) stammt zwar nicht von Watts, aber die Raume, in denen 
er als junger Mann seine geistige Nahrung bezog, müssen ein außerordentlich nach- 
haltiges Interesse für ihn besessen haben. Ich schließe dies aus dem Umstande, daß, 
als ich mit ihm nur im allgemeinen über ,,Holland House" sprach, in dem doch so 
viele seiner Werke vorhanden find, er aus einer Mappe gerade diese reproduzierte 
Photographie der Bibliothek hervorzog nnd mich fragte, ob sie mir bekannt sei. Jch 
konnte dies bejahen, denn über die Bücher und Manuskripte der Kollektion findet sich 
ein ausführlicher Aussatz, von mir in der ,,Zeitfchrift für Bücherfreunde", April 1899 
(Velhagen F- Klasing) abgedruckt, der allen Bibliophilen eventnell nähere Auskunft gibt. 
Jn dem von C. K. Leslie gemalten Bilde sehen wir Lord Holland (der dritte 
im Titel) an einem Tische siHend und lesend; ihm gegenüber seine Gemahlin, gebot-ne 
Basfall, welche von dem Bibliothekar Dogget irgendein Werk verlangt zu haben scheint, 
während der Iangjährige Hausfreund, Dr. John Allen, in der einen Hand ein Buch 
haltend, mit der andern auf ein solches sich stiihend, feine Ansicht über eine vorliegende 
Kontroverse auseinanderseHen will. Das Porträt Addisons lehnt am Fußboden gegen 
die Bücherreihe. 
Einigermaßen glaube ich erraten zu können, warum der Meister für das Bibliothek- 
bild ein ganz besonderes Jnteresse bekundete. Erstens kannte er den Maler Leslie (1794 
bis 1859) persönlich, dann hält er mit Recht das Gemälde für ein sehr gutes, die 
Dargestellten weisen große Porträtähnlichkeit auf, 11nd endlich war Leslie auch ein an- 
ziehender Autor gerade für Watts. Namentlich boten dem jungen Künstler zwei Werke 
des ersteren fachmännische Unterhaltung und Anregung. Es sind dies: ,,Lit"e 0t" C0nstiib1e" 
und ,,Handl)00k of zsoung paiuters". Beide befinden sich in der Bibliothek von ,,-Holland 
Honse" und das let;,tgenannte Buch hat Watts nachweislich mehrere Male gelesen. 
Abb. 22. Das Auge von Ladts Holland. Ell-ild im gelben Salon von 
Photographie von Charle-S Dixon, London. (Zu Seite 86.) 
--Holland Ho1c"
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.