Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Corot und Troyon
Person:
Gensel, Walther Corot, Jean-Baptiste-Camille Troyon, Constant
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-746080
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4117390
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Constant Troyon. 
Ausnahme in der letzten Zeit, keine bedeutende Rolle gespielt zu haben, wenigstens hat 
er sich nie dauernd gefesselt. Seine ganze Zärtlichkeit galt seiner Mutter, und diese hat 
sie ihm über das Grab hinaus in riihrendster Weise vergolten. 
-Z( F di- 
Fast zwanzig Jahre des Lernens und kaum ein Dezennium der vollen Meisterschaft; 
das Ende in einem Alter, wo Corot kaum begonnen hatte ganz er selbst zu werden: 
das erscheint wenig. Aber wieviele, die uns Großes hinterlassen haben, sind vom Glück 
noch viel weniger begünstigt worden! Jedenfalls hat Troyon die Zeit, die ihm zur 
Verfügung stand, redlich ausgenuHt und mit seinem Psunde aufs beste gewuchert. Sein 
Schüler van Marcke und andre haben uns erzählt, ein wie unermüdlicher Arbeiter er 
Abs-.18. An der Tränke. 
Nach einer Originalphotographie von Braun, Cl6ment -F- Eie.,in Dornach  Paris und New York. 
(Zu Seite 97. 
war. Besonders die vier Monate, die er im Sommer außerhalb von Paris zuzubringen 
pflegte, bald in der Normandie oder der Bretagne, bald auf dem Gute seines Freundes 
in der Touraine, wurden bis auf die letzte Minute ausgenut3,t. Es kam vor, daß er 
im Verlause mehrerer Wochen, ja Monate nicht einen einzigen Tag pausierte. Und 
dabei stand er um 6 Uhr des Morgens auf und ruhte nur nach dem Gabelfrühstück 
ein Stündchen. 
Wir haben schon gesagt, daß er im Grunde genommen Autodidakt war. Von den 
akademischen Regeln hat er jedenfalls nie viel verstanden und gehalten. Sein fort- 
währender Aufenthalt in der freien Natur, die stete Beobachtung aller Erscheinungen 
in ihr, die Sicherheit seines Auges erseHten sie ihm vollkommen. In seiner ersten 
Periode und besonders in der Übergangszeit von der ersten und zweiten hat er viel 
und sehr gewissenhast gezeichnet, später immer weniger und immer freier und kühner. 
Eine Anzahl dieser Handzeichnungen sind dem Museum von Besans,-on vom Maler Gigoux
        

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