Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Perugino
Person:
Knapp, Fritz Perugino
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-743000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-744145
fHTX.X der Hand des jugends 
XX IX lichen Schülers ges 
X,  IsNsR.s1 s X nannt hat. In der 
X  Tat finden sich da 
   X wie dort die gleichen 
 sj;s7N,   Z X nach der Seite hochs 
         X gehenden Brauen, die 
    X flachen Augen. die 
       spitze Nase, der zarte 
      z Mund und das ges 
    ,    teilte Kinn, das einen 
   di I AnsaH zum Doppel: 
      k1nn zeigt, ebenso wie 
   die langen dunklen 
          ; Haare. Aber dann 
   U: ins    H     V   sprechen die ganze 
         AIIsfühTUUg des VIII 
   ;    disgiissz 
      Es  il gewöhnliche Fassung, 
   Co       daß hier nur der 
  W   O   Kopf gegeben ist, für 
7     ein Selbftporträt, das 
      ;  J  der Künstler im Atei 
           lief Z9VZeTkSpie9TI 
     M le a e gema. 
 IT  H     hat, offenbar num Yo 
  Z.    Cz   die Vorlage sur sein 
      Porträt im Cambio 
 is     zu gewinnen. Sollte 
    I  , ;   da die Mühe, die 
  C J I   ganz flüchtig zweimal 
es I   ss.:  
     ausgemalt Ist, und 
 etc; Z, , der Pelzkragen mit 
     H   der Kette nicht später 
        erst zugemalt seinP 
IF  Solche Kopfbedeckung 
 hat man zudem um 
Abb.78. Kreuzigung. Florenz, Akademie. 1500 UVch 11lchlgcI 
Nach einer Originalphotographie von D. Anderson in Rom. CZu Seite 104.j CI Hagen,  ist Über; 
haupt verdächtig, 
schon in der Art, wie sie schief ausgesetzt ist, ebenso verdächtig wie der leicht hingestrichene 
Pelzkragen. 
In dem Kostü1n seiner Zeit erscheint Perugino dann auf seinem Selbstporträt 
im Cambio CAbb.1J. Dieses hat den Vorzug der Breite und des frischen Striches, 
wie der energischen Charakterisierung voraus; das ist der Perugino, wie wir ihn 
uns vorstellen: Wie ein besserer Handwerker sieht er aus, der es zu etwas gebracht 
und sich ein gutes Vermögen erworben hat. Etwas Gefchäftsmäßiges, Gleichgiiltiges 
liegt in den Zügen; aus diesem festen Blick, dem zusammengepreßten Mund und den 
derben Formen des vollen Gefichtes spricht egoistische Energie und kühle Berechnung. 
Nichts von hoher Begeisterung, Aufopferung, Hingabe und Entbehrnng ist darin zu 
lesen. Er ist der Leiter einer großen Werkstatt, dessen Ruhm damals grade im höchsten 
Zenit stand.
        

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