Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Perugino
Person:
Knapp, Fritz Perugino
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-743000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-743919
der Besteller begreifen kann.   T       
Das Bild, das für denHochs    
altar bestimmt war, wurde   I 
in einer Seitenkapelle aufs  V   
gestellt. Man kann sich solch     HEFT 
gleichmäßige Wiederholungen ;    H,   Ja; 
nur an derHand sorgfältiger      U  
Studienzeichnungen recht vor: H H; s;   E    
stellen. Und in der Tat  E  H   F   M 
weist das freilich 11icht allzu ON , .sF. .v EITIjFJTL.. u  
reichhaltige Handzeichnungsis J   .j    
Inaterial solche sorgfältige z     ex   
Studien zumeist in Feder ,  7s,IfE E    
auf. Vom geigenspielenden         
Engel befindet sich die Okis  M     :     
giiia1zcichmiug im Vritish        
Museum ijNr.152;J. Studien     
zu den Aposteln finden sich     J  
verschiedene, wo man jedoch  Hi   E     
die Kopien sorgfältig von IT3;s H     
den Originalen scheiden muß.  Z;  J. DER,   Es  
So sind solche Zeichnungen,      , Jst,  
wie die weiß gehöhte Zeichs  ,   ; 
nung in Mailand CAbb. 35J       
zum mindesten zweifelhaft.    ,  
Es ist eine Nachzeichnung s,Z,O     
nach zwei Aposteln des Bildes  
in Borgo Sau ScpoIcko. Abb.61. Salo1non. Detail. Perugia, Ca1ubio. 
Sie ist Viel zu fIaU Und Nach einer Originalphotographie von Gebr.Alinari in Florenz. 
flüchtig für den Meister. VI Sees W 
Seine Zeichnungen zeigen 
eher Schärfe und Härte als solche Verschwomu1enheit. Absolut echt und ganz in der 
Zeichnungsmanier Pernginos sind Federzeichnungen in den Uffizien zu verschiedenen 
Apostelgestalten CAbb. 36J. Dieser harte Umriß, der stark schattierende Kreuzstrich, diese 
Bildung der Gewandfalten, die leicht an den Enden in kleine Haken auslaufen, ebenso 
wie die Schlangenlinien, dann wenn eine Falte aufstößt, endlich eine gewisse Breite der 
Licht: und Schattengebung, all das ist typisch für Peruginos Handzeichnungstechnik. 
Was nun die übrigen Teile des vielgestalteten Altarwerkes betrifft, so müssen bei 
sonders die drei Predellenstiicke in Nonen herausgehoben werden. Das eine gibt die 
Anbetung der Könige in alter reliefartiger Anordnung, wo Maria rechts am Rande 
sitzt 11nd von links her der Zug der Könige naht. Die Zeichnung ist fest, die Form: 
gebung kräftig, die Anordnung klar und übersichtlich. Den Hanptreiz des Bildes, wie 
auch der beiden anderen Stücke, auf denen die Taufe und die Auferstehung Christi ges 
geben sind, macht die außerordentlich reiche, in einen tiefen Goldton getauchte Landschaft 
aus, die alles andere an Pracht nnd Leuchtkraft überstrahlt. Eine Kopie nach der 
Taufe in London gibt uns kein rechtes Bild von dem vorzüglichen Originale in Nonen, 
von dem, wie von all den in den Provinzmuseen Frankreichs verstreuten Bildern, keine 
guten Photographien zu haben sind CAbb. 37J. Sicher hat Rafsael für seine Anbetung 
der Könige in der Predella der Krönung Marias im Vatikan hier sein Vorbild gehabt. 
Für die Durchbildung des einzelnen sind die kleinen in Perugia und im Vatikan 
verstreuten Stücke von Heiligen in Halbfigur, die offenbar das Rahmenwerk zierten, 
heranzuziehen CAbb. 38ss41J. Die S:holastika erinnert im Typus noch ganz an Maria 
auf der großen Kreuzigung, ebenso wie die Heiligen an den anderen Gestalten dort
        

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