Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Perugino
Person:
Knapp, Fritz Perugino
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-743000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-743421
Al1b. 1F 
1er Origi: 
Z. Piets3. mitHeil1 
1alphotographie von D. 
gen. Florenz, Akademie. 
Anderson in Rom. LZu Seite 
einen reliefartigen Streifen und über ihnen erscheint mit einem ganz andern Augens 
punkt der Hintergrund. Wenn man einmal in die Entwicklung der Landschaftsi 
malerei und Raumentfaltung einen Einblick getan hat, so weiß man, daß das fünf: 
zehnte Jahrhundert zu einem malerisch realistischen Zusammenfchluß der Gründe noch 
nicht reif war. Was hintereinander stehen sollte, erscheint übereinander. TroHden1 
bedeutet das Fresko im Vergleich mit den gleichzeitigen Florentinern einen bedeutsamen 
Fortschritt des Raumgefühles. Zunächst zeigt sich im Motiv ein grundlegender Unterschied. 
Die Florentiner geben immer die Tallandschaft, wo die Bergkulifsen, sich von rechts und 
links her einfchiebend, den freien Ausblick hemmen und nur in ein gefchlossenes Flußtal 
hineinblicken lassen. Bei ihnen zerstört die Überfülle von Einzelmotiven auch die ge: 
schlossene, einheitliche Wirkung, fo daß nirgends ein frei sich dehnender Raum refuls 
tiert. Anders bei Perugino. Die große lichte Bodenfläche, die beherrfchenden Linien 
der Hintergrundarchitektur erteilen seinem Fresko, gegenüber dem aufgeregten Durcheinander 
in den Gründen der übrigen Quattroeentisten, eine gewisse Ruhe und Einheit. Absolute 
Syu1metrie herrscht und die schlichte Klarheit der Linienführung und Flächenverteilung 
macht einen angenehmen Eindruck. 
        

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