Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
William Holman Hunt
Person:
Schleinitz, Otto von Hunt, William Holman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-741309
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-742291
.,Attpr g1owU CAbb. 73J wurde in London ausgestellt. Durch das Vermächtnis von 
Mr. Eombe kam ersteres dann in die ,,Taylor BuildingsssGalleryU nach Oxford. Wenn 
man bedenkt, daß Martineau, ein Schüler Holman Hunts, in der modernen britischen 
Nationalgalerie vertreten ist und das Jnstitut nicht ein einziges Werk des Meisters bei 
sitzt, so bleibt kein anderer Schluß als der übrig: hier liegt eine zurzeit noch unein: 
gelöste Schuld der Nation vors 
Für eine kurze Spanne Zeit war der im Jahre 1864 zu einem flüchtigen Besuch 
nach England gekommene Garibaldi der Held des Augenblicks in London. Hunt lernte 
ihn bei der Herzogin von Argyll kennen, und als er sich eben anschickte, sein Porträt 
herzustellen, wurde jener jedoch durch politische Gründe bewogen, seinen Aufenthalt kurz 
abzubrechen, um so schnell wie möglich wieder nach Jtalien zurückzueilen. 
Die Mißstände in der königlichen Akade1nie erregten zu dieser Epoche bei der 
außerhalb derselben stehenden Künstlerfchaft einen so weit verbreiteten Ausdruck und hohen 
Grad des Unwilleus, daß, um gute Miene zum bösen Spiel zu machen, das Jnstitut 
sich der Einse1Hnng einer Kommission zur Verbesserung der Statuten nicht widersetzte. 
Von mehreren angesehenen Künstlern, so unter anderem auch von Watts und Holman Hunt, 
wurden ausführliche Berichte und Vorschläge eingefordert. 
In England hat es seit Joshua Reynolds7 Zeiten mindestens schon immer zwei 
Wahrheiten gegeben, so weit es die Kunst anbetrifft: die der Akademiker mit ihrem 
Anhange und diejenige, welche die außerhalb derselben Stehenden vertraten. Erwägt 
man, daß in der Regelsdas kommende Jahrhundert über das vergangene die Achseln 
zuckt, daß aber innerhalb eines Menschenalters schon oft ein lebender. Künstler entweder 
vollständig verkannt oder über alle Maßen geschätzt wird, so muß sich doch jedem uns 
befangen Urteilenden immer mehr die Überzeugung aufdrängen: Für die Kunst gibt es 
keine absolut feststehende, 
sondern nur bewegliche  
Gesetze, welche das beharri 
lichere Element in der Bei  
wegung bilden, und die   
wir uns selbst schaffen. Es   Hslsss E 
entstehen daher nur sub: J    
jektive, d. h. ,,eintt oder T  Y   
mehrere GeseHe, die von ,     
überlegeneren undldomis     
nierenden Geistern aufges  x   s  
stellt, als deren Meinung Ä   ; 
und Willen von einem    
gewissen Teile der in Bes ,  
tracht kommenden Menschen     
zeitweise anerkannt wers     H  
den. Nachdem Holman  U,    THAT  
Hunts sehr maßvolle Vers          
besserungsvorschläge unter;    K F   V:zEI  
sucht worden waren und    
von keinem Unparteiischen  T ja ; El E 
etwas daran ausgeseHt  am   
werden konnte  selbst; 
verständlich sollte die diks 
tatorische Gewalt der Akass  
demie eine Einschränkung 
erfahren  zog sich dieses  
Jnstitut ähnlich wie Reinen  
Fuchs aus der Schlinge:  
die ihm am gefährlichsten Abs. so. krieg. Fauna Ho1ma:1 Haut. Zeichnung. c8u Seite 85.j
        

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