Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Reinhold Begas
Person:
Meyer, Alfred Gotthold Begas, Reinhold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-729837
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-730907
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Reinhold Begas. 
   in tiefes Sinnen versnnkene Mädchengestalt 
  - J mit milden Zügen. 
  -H; :  Nicht immer bieten die Begassihen Einzel- 
Cz,  .sigi-1ren und Statuen für jeden Standort dem 
    Beschauer. schöne Linien dar. Welche An- 
  1nut er.ihnen aber auch in dieser Hinsicht 
 IF   gelegentlich zu geben weiß, bezeugt unter 
 ; L,-R  anderen die Bronzestatue des Reichtums sur 
-  -    RZEhsbank in Berlin, deren Modell 
  s )on1 -9ansgestellt worden war (s.Abb.84). 
 "-H   Die flüchtig enteilende Tochter der Fortuna 
   W kh1"eI1 rechten Fuß auf eine Kugel Und 
    hält in uugemein graziöser Art niit der 
   H H-  Rächtenck ein Kettchen über dem reich gefüllten 
    S )mu kaste1i. Das F t "t d bs"  
       wirknngsvollem Kontraft1 u:u Tiefes LArtfi1: 
   lxwtegung s?ct1rf ngchh Her FentgTgk1kigeseHt?)n 
  J ;  e1e.gevan , un e e rö icJeit rat 
 F   F  aus seinen anmutigen Zügen. Aus der Reihe 
 ;  If  -H,  dieser weiblichen Jdealf1guren sei endlich noch 
Hi   A:    eines winzigen Maßstabes erwähnt: die 
 Z XI;   schlanke, .elegante Statuette der ,,Jtalia," 
   welche, in Silber-. getrieben, .von Kaiser 
-   ;  König von Jtalien geschenkt 
 H- , - w1ir e   85).  
   So reich- auch die Anerkennung war, 
zs   H !  die Begas gefunden, und so gross die Zahl 
H, . ,  s der Werke, mit denen er besonders die 
, if ,7"  Hauptstadt an öffentlicher Stelle schmücken 
I   g1Frfte,dnoch fehlte seinem Schaffen etwas, 
  e sen er echte Monumentalbildner nicht 
    ä)i1nernd entraten darf: die Volkstümlichkeit. 
 U  nter allen seinen bisher genannten Werken 
Am 84"  ;",?kZZhrtJIsIJs  der sind im edelsten Sinne des Wortes populiir 
(Nach einer Aufnahme von Zander -E Labisch in Berlin) nur feine VI-isten des KöUiIlicheU Hauses 
geworden. 
D il d" cl l d E l 
linken Flügel die Marmorstatiien der ,,Kraft" sollte oihmaU(:kfif ldseerr 1F;öhemshixf1ees1 ;Lirrkf:ng 
und der ,,Kriegswissenschast" arbeitete. Die werden, zunächst durch ein Werk, das voni 
erstere befindet sich seit 1887 in der Nisihe Augenblick seiner Aufstellung an für die 
der westlichen Wand (s. Abb. 82). Wieder künstlerische Physiognomie der Reichtshaupt- 
hätt ihre Haltung etwas von jener latenten stadt mitbestimmend wurde. 
S ewegung, die Michelangelo in seine Stat1ie O  At l" t d "t O l 
des Giuliano del Mediei bannte. Das vom ein Yllginx-1nE)eTIY)dell ezliTreifi;1t: PxJnunN1?11)t!nel1: 
Löwensell umschlossene Haupt ist hoch empor- brunnen. Jii Erinnerung an die römischen 
gerichtet, der Blick scheint wie spähend nach Tage hatte er es entworfen. Hatten doch 
links gewandt, das rechte Bein ist zurück- die Wasser der Fontana Trevi auch für 
kikscckt;zt,lso daß die Gestalt in jedem Augen- ihn die köstlichen Stunden im Künstlerhaus 
)      
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ein be:-edtes, prächtiges Bild kraftbewußter röinischer Brunne?i gewesen, die gihni des; 
Entsihlossenheit. Minder bezeichnend ist ihre übersprudelnde Lebenskraft, die Fülle und 
CHc)7VcfkCr III -der Buche der Nordwand Pracht Berninischer Kunst am frühesten nahe 
U. Abb. 83), eine mit aufgestüHtem Haupt brachten. Und Begas hatte sie in diesem
        

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