Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Terborch und Jan Steen
Person:
Rosenberg, Adolf Borch, Gerard/ter Steen, Jan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-729823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3826642
seutn zu Brüffel. 
über ihre Stuhllehne nach rückwärts zu ihrem 
Jüngsten wendet. Es sind dieselben an: 
mutigen, stets von einem sonnigen Lächeln 
erhelIten Züge, die wir zuerst an der jungen 
Frau kennen gelernt haben, die ihre Morgen: 
toilette macht. Nun hat der Wein all: 
1nählich sein Werk gethan und die lieblichen 
Züge etwas aufgeschwemmt. Der kleine 
Kerl, auf den sie mit miitterliche1n Wohl: 
gefallen blickt, ist der Held des Abends, 
und darum bekommt er auch ein Glas 
Wein zu trinken. Er ist der Bohnenkönig 
gewordenZ Denn es war ein in den süd: 
lichen wie in den nördlichen Prooinzen der 
Niederlande gleich beliebter Brauch, am Tage 
der heiligen drei Könige, der schon an und 
für sich ein Festtag war, während des reich: 
lidhen Mahles auch einen großen Kuchen 
zu essen, in den eine Bohne verbacken war. 
Wer beim Zerschneide11 des Kuchens das 
Stück mit der Bohue erwischte, wurde zum 
Bohnenkö11ig proklamiert, mit einer papier: 
neu Krone gekrönt und führte den Vorsit5 
bei Tisch. 
Solcher Bohnen: oder Dreikönigsfcste 
hat Jan Steeu mehrere gemalt. Ein 
zweites, dessen SchanplaH die geräumige 
Gaststube eines Wirtshauses3 ist, befindet 
sich in1 Buckingha1npalaste zu London CAbb. 
12J, ein drittes im königl. Museum zu 
Briissel tsAbb. 13J. Hier hat die Aus: 
gelasseuheit der truukenen Gesellschaft bereits 
ihren Höhepunkt erreicht. Der Bohnen: 
könig muß auf seinem wmkeligen Thron 
schon von einem Zechkumpan gehalten 
werden, nnd die alte dicke Wirtin macht 
mit dem Kochlöffel auf dem eisernen Rost 
einen solchen Höllenlärm, daß die Tisch: 
genossen es gar nicht merken, daß drei 
ver1nummte und maskierte Gesellen mit
        

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