Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Terborch und Jan Steen
Person:
Rosenberg, Adolf Borch, Gerard/ter Steen, Jan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-729823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3826383
Gerard 
malerische Reiz, der über das Mädchen 
ausgegossen ist, das dem Beschauer den 
Rücken kehrt, über ihr dunkles, zierlich ge: 
flochte11es Haar, den feinen Nacken, den 
Pelzkragen, die lachsfarbene Atlasjacke und 
das weiße Atlaskleid. Dazu das zarte 
graue Licht, das den ganzen Raum erfiikltI 
sich, wie alle großen Künstler, durch den 
bestä11digen U1ngang mit der Natur frisch, 
und als er längst die Höhe vollkommener 
Meisterschaft erstiegen hatte, setzte er die 
Gewohnheiten seiner Jugend fort. Der 
Zufall hat es gefügt, daß sich gerade aus 
der leHten Periode seiner Thätigkeit, aus 
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Es ist wieder ein Aussch11it aus der Wirk: 
lichkeit, ein Blick in eine intime Häuslich: 
keit, die der Maler dem Beschauer gestattet, 
ohne daß die Figuren merken, daß sie be: 
obachtet werden, aber auch ohne daß sie für 
die beabsichtigte malerische Wirkung erst künst: 
lich zureclJtgerückt worden sind. Man sollte 
glauben, daß ein Virtuose der Stoffmalerei 
wie Terborch allmählich seine Atlaskleider 
nnd Pelzjaiken auswendig gekannt hätte. 
Das ist aber ein Irrtum. Auch er hielt 
der Zeit von 1660 bis 1675, eine Reihe 
von Zeichnungen erhalten hat, die für seinen 
unablässigen Fleiß in Naturstudien zeuge11. 
Die meisten davon besiHt die Albertina in 
Wien. Unter ihnen befindet sich außer 
einigen Soldatenstudien CAbb. 33 nnd 34J, 
von denen die letztere als ,,naeh dem Leben 
gezeichnetU ausdrücklich dureh die Inschrift 
begla1Ibigt ist, auch eine von 1667 datierte 
Rückenansicht einer Dame im Atlaskleide, 
die auf einein Stuhle siHt CAbb. 35J. Ter:
        

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