Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Terborch und Jan Steen
Person:
Rosenberg, Adolf Borch, Gerard/ter Steen, Jan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-729823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3825931
Abb. 
Die 
Mach 
Familie des Schleifer; 
einer Photographie von Frat 
JM kö1 
Hanfstki: 
Mus 
n Mi 
eum zu Berlit 
mchen.; 
Trankopfern, auch lebensgefährlich zuging, 
erfahren wir aus einem seltsamen Dokument, 
ans einem  modern ausgedrückt  po: 
lizeilichen Protokoll vom 18. April 1608, 
worin ein gewisser. Flamländer, Namens 
,,Gerardo Tarbnrgo,U Klage erhebt, weil 
er am Es. März, während eines starken 
Trinkgelages in dem Albergo zur ,,Sau,U 
dreimal von einem seiner K11eipbriider 1nit 
einer Gabel in den Kopf gestochen worden sei. 
Es war der Vater unseres Gerard Terborch, 
und er hat in seiner Klage sicherlich nicht zu 
stark ausgetragen; denn schon im Anfang des 
XVII. Jahrhunderts ging es in der in Rom 
bestehenden Vereinigung nicderländischer 
Maler, in der ,,Schilderbent,tl nsehr roh 
und unbändig zu, und da diese Ubelstände 
schließlich in Totschlag nnd Mord ansar: 
teten, sah sich Papst Clemens XI gezwnn: 
gen, im Jahre 1720 den Verein bei strenger 
Strafe zu verbieten. Die drei Gabelstiche 
scheinen übrigens dem dicken Kopfe Terborchs 
nicht viel geschadet zu haben. Er ging 
von Rom nach Neapel, beranschte sich dort 
an den Herrlichkeiten des Vesuvs, den er 
von mehreren Seiten aufnahm, nnd faßte 
auch 1611 den kühnen Plan, mit dem Viee: 
könig von Neapel, Don Jnan de Cafteria, 
nach Spanien zu gehen, um dort seine 
Welt: nnd Mcnschenkenntnis, vielleicht auch 
seine Kenntnis feiner Weine zu bereichern. 
Er hatte auch zwei Gemälde, die einzigen 
von seiner Hand, von denen wir etwas 
Genaneres erfahren, auf das Schiff seines 
hohen Gönners5 gebracht: zwei bunte Hühner 
mit Früchten nnd eine Landschaft mit zwei 
Figuren. Er wollte sie in Spanien ver: 
kaufen; aber das Schicksal und der neas
        

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