Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ludwig Richter
Person:
Mohn, Victor Paul Richter, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-719767
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-720237
Ludwig Richter. 
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damals zur katholischen Kirche über; es stark; sie waren ihm ein Wegweiser, 
mag da viel hin und her gestritten und wie stilvol1e Auffassung mit Naturwahr- 
gerungen worden sein, doch rafften sich heit zu verbinden sei. 
die Protestanten auf und schlossen sich 1825 im Frühjahr ging Richter nach 
eng aneinander. Hier war auch bei den Neapel und Amalfi bis Pästum, später 
Streitigkeiten hin und her der Vergleich mit Maydell bis zum Herbst nach Ei- 
zwischen den beiden christlichen Kirchen vitella, wo er viele Zeichnungen und 
gebraucht worden,man möge     ,    
sieh beide Kirchen wie zwei       
verschiedeneRegimenter vor-       W 
stellen- die- VeVfehkedeUeUUi-       
formen tragend, doch einem         
Könige dienten. Und wie  J      
ernst die damals in Rom          
stentum nahmen und hielten,          
darüber spricht sich unser   .gksJs--  se   H;  
Meister nach vierundvierzig        -se  
   TggsbiisI)-       
aufze1chnung vom 20. Au-       
gust 1868 aus: ,,Bedeutend         
ist die  Kunst-             
periode in Rom im Ver-  H- Hi; ,    " i,FF  
Bestrebungen der rom(m-       
tischen Dichter in Beziehung     H   " ;  
zum Christentum. Die er-      - i"  
steren machten Ernst damit,     I  
machten es zur Lebensauf-      ;     
gabe; bei letzteren war es I   e  ist gez,   - 
teils Dekoration Oder We- "       
tische Ansicht und Meinung,        
bei den Künstlern ein Leben,    
nicht sowohl nach ihrem Abb 33 Luther auf der Wartburg 1840 Aus Duller Deutsche 
Glauben- sondern aus dem   Geschichte. Verlag von Gebr..Paetel in Berlin. , 
Glauben." 
In dem Hause des damaligen preußi- Studien sammelte. Wir bringen aus 
schen Gesandten beim päpstlichen Stuhle, dieser Zeit nur zwei figürliche Zeich- 
Freiherrn von Bunsen, fand Richter eine nungen (Abb. 4 u. 5). 
freundliche und sehr wohlwollende Auf- Er fühlte sich krank, Brustschmerzen 
.nahme. quälten ihn besorgniserregend, er hatte 
In dieser Zeit hatte Schnorr einen viel mit Schwermut zu kämpfen. In 
Teil seiner viel bewunderten und großes der Biographie ist ein Gedicht von ihm 
Aufsehen machenden Landschaften ge- ,,Sehnsucht" abgedruckt, das einen 
zeichnet. Es sind über hundert Blätter tiefen Einblick in seine Stimmung gibt. 
geworden, die im Besitze seines Freun- Nach Rom ins Winterquartier zurück- 
des Eduard Cichorius aus Leipzig sind. gekehrt, n ging er an die Ausführung 
Diese Zeichnungen beeinflußten Richter eines Olbildes ,,Vlick in, das Thal
        

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