Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ludwig Richter
Person:
Mohn, Victor Paul Richter, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-719767
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721210
Ludwig Richter. 
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Abb. 142. Heimkehr. Aus dem Sonntag. 
 
schreibt er unter dem Eindruck der das hätte gewiß Interesse und Be- 
herrlichen Bilder Eyks und Me1nmlings deutnng genug. Wir können nicht immer 
am 19. August 1849 in sein Tagebuch: und nicht alle Heiligenbilder machen." 
,,Jch möchte jeZt nur meine sächsischen Man nennt Ludwig Richter den 
Gegenden und Hütten malen und dazu Maler und Jean Paul Richter den 
die Menschen, wie sie jetzt sind, nicht Dichter der deutschen Gemütswelt. Unser 
einmal mittelalterliches Kostüm. Ein Meister schreibt darüber, wie erJeanPaul 
Frühlingstag mit grünen Korn- und, mit innigster Freude betrachtet und in 
gelben Rübsenfeldern, jungbelaubte Lin- wie wundervoller Poesie er die Schön- 
den- und Obstbäume, den Bauer, der heit kleinster Verhältnisse und Dinge 
da aikert im Schweiße seines Angesichts schildert, und sagt dann: ,,Jst es nicht 
und auf Hoffnung von Gottes Segen, verdienstlich, auch in 1nalerischer Form 
und die kleinen talkigen, unschuldigen die Schönheit des Lebens und seiner 
Bauernkinder, die dem Vater einen Trunk Erscheinung, selbst in den kleinsten und 
bringen, oder heiter spielen und Sträuße gewöhnlichsten Gegenständen, aufzudecken? 
binden, da sie noch im Paradieszustande Die Liebe macht ja alles bedeutend und 
der Kindheit leben, während der Alte wirft einen Himmelsschimmer auf alles, 
arbeiten muß; dazu Schwalben in der was sie betrachtet. Was sie anrührt, 
Luft, Gänse auf der Wiese 11nd Gold- wird Gold." Richter verstand es wie 
ammer im Gebüsch, der Hausspitz oder wenige Künstler, dem kleinen und engen 
die Kühe auch bei der Hand; das alles, Erdendasein Schönheit abzugewinnen und 
so recht treu, streng, innig und lieblich es in künstlerisch-schöner Form wiederzu- 
wiedergegeben in Memmlings Sinn und geben; ihm war ein Hüttchen am blu- 
frommer, einfältiger und liebevoller Weise, migen Hang unter Obstbäumen mit dem
        

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