Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ludwig Richter
Person:
Mohn, Victor Paul Richter, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-719767
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-719968
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L11d1vig Richter. 
habe ich den Wunsch mit mir herum- evangelisch hier in seiner eigentlichsten 
getragen, in einer Bilderreihe unser Fa- und weitesten Bedeutung genommen. Er 
milienleben in seinen Beziehungen zur schließt sich hierin an Fiesole und ebenso 
Kirche, zum Hause und zur Natur dar- an Dürer und die übrigen altdeutschen 
zustellen und somit ein Werk ins liebe Meister, selbst an Rembrandt an; der 
deutsche Haus zu bringen, welches im liebenswürdige und innige Fiesole hat es 
Spiegel der Kunst jedem zeigte, was ihm aber doch am, meisten angethan. 
jeder einmal erlebt, der Jugend Gegen- Jnnig und zart sind seine religiösen Dar- 
wärtiges und Zukünftige?-, dem Alter stellungen, und wie treuherzig weiß er 
die Jugendheimat, den gemeinsamen Vlu- immer wieder, diese schon so viel dar- 
men- und Paradieses-garten, der den gestellten Gegenstände neu zu gestalten 
Samen getragen hat für die spätere und uns näher zu bringen! Immer wieder 
Saat und Ernte. Gelingt es nun, das muß es gesagt werden: der Bolkston,  
Leben-in Bildern schlicht und treu, aber er ist auch hier wieder so klar und sicher 
mit warmer Freude an den Gegenständen angeschlagen. 
wiederzugeben,sowirdjawohlinmanchem Charakteristisch für Richter ist eine 
der einsam oder gemeinsam Beschauenden handschristliche Notiz von ihm: ,,Als 
der innere Poet geweckt werden, daß er die beiden Pole aller gesunden Kunst 
ausdeutend und ergänzend schaffe mit kann man die irdische und die himm- 
eigener Phantasie." lische Heimat bezeichnen. In die erstere 
Und wie ist es dem Meister gelun- senkt sie ihre Wurzeln, nach der anderen 
gen, schlicht und treu in diesen Gegen- erhebt sie sich und gipfelt in derselben." 
ständen das alles zu schildern und zu Wir sehen hieraus, wie bei Richter 
bilden und wiederzugeben!  Christentum und Kunst eng in einander 
Seine religiösen Bilder haben ein verschlungen sind. Nie aber wird man 
echt eoangelisches Gepräge, das Wort ihm nachjagen können, daß sein wahr-
        

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