Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Teniers der Jüngere ; mit 63 Abb. von Gemälden u. Zeichnungen
Person:
Rosenberg, Adolf Teniers, David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-716168
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-716357
David 
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TEn1er;F: der 
Jüngere. 
ls der Kunstgeist des vlämischen Volkss bild als eine besondere Gattung der Malerei 
Rsstammes in dem Schaffen des großen entstand. Einen der ersten Schritte dazu 
Antwerpener Meisters, der mit den gewaltigen hat, soweit unsere Kenntnis reicht, der phans 
Offenbarungen seiner Kraft gleich Michels tasievolle Meister Hieronymus Bosch gethan, 
angelo sein Jahrhundert beherrschte, den der um 1460 geboren wurde und 1516 
höchsten Aufschwung nahm, reiste ein bes starb. Eigentliche Sittenbilder hat er noch 
scheidenes Pflänzchen, das bis dahin fast im nicJt gemalt. Aber er zeigte doch der Genres 
Verborgenen vegetiert hatte, seiner vollen malerei einen Richtweg, indem er einige 
Blütcnpracht entgegen. Nach einem Schlaf Vorwürfe aus der biblischen Geschichte und 
von Jahrhunderten war die Genremalerei, aus der Heiligenlegende mit einer bis. dahin 
nachdem die Brüder van Eyck in der Nachs noch nicht gesehenen Freiheit behandelte. Von 
ahmung der Natur das höchste Ziel kiinsts der richtigen Beobachtung ausgehend, daß 
lerischen Strebens erkannt und ihren Kunsts man am ehesten Aussicht hat, die Menschen 
genossen die Augen für ihre Umgebung ges zu bessern, wenn man ihnen gründlich die 
öffnet hatten, in den Niederlanden wieder Hölle heiß macht, malte er gern Darstellungen 
zu neuem Leben erwacht. Wenn die Künstler des jüngsten Gerichts. Mit einer Phantasie, 
die Gestalten der heiligen Geschichte vors die Grauen und EntseHen geschickt mitgrotesker 
führen wollten, hielten sie sich nicht mehr Komik zu ver1nischen wußte, schilderte er in 
an die Uberlieferung, sondern sie sahen sich breiter Behaglichkeit all7 die gräßlichen Mars 
unter ihresgleichen um, die doch nach den tern, die die vom Weltenrichter Verworfenen 
Worten der Schrift auch Ebenbilder Gottes im Höllenpfuhl zu gewärtigen hatten, und 
waren. So gewannen die Bilder, die frommer das Heer der Gehilfen Satans, denen die 
Sinn zum Schmuck der Altäre in Kirchen Vollstreckung des höchsten Urteils anvertraut 
und Kapellen, zu Andacht und Anbetung war. Hieronymus Bosch ist der Erfinder 
stiftete, mit denen, die davor niederknieten, des Höllenspuks, der länger als ein Jahrs 
enge Fühlung, und wie aus den auf den hundert hindurch die niederländischen Legens 
großen Altarbildern angebrachten Bildnissen dens und Genremaler zu immer neuen Erst 
der Stifter die Porträtmalerei im realistischem findungen reizte. Aus ihn gehen auch jene 
Sinne entstand, so erwuchs aus der Schildes Darstellungen der Versuchungen des heiligen 
rung der Volksmassen, die den Wunderthaten Antonius durch allerlei höllische Trugbilder 
des Heilands zuschauten, s einer Lehre lauschten, und Schreckgespenster zurück, die David Teniers 
seine Kreuztragung begleiteten oder die drei zu höchster Vollendung bringen sollte, indem. 
Kreuze auf Golgatha umstanden, die moderne er sie zugleich mit den feinsten koloristischen 
Genremalerei oder, wie man jeht besser, Reizen umgab. 
Wenn AUTh nicht völlig erschöpfend, mit einem Das Sittenbild im eigentlichen Sinne 
deutschen Worte sagt: das Sittenbild.  fand erst gegen Ende des XV. Jahrhunderts 
Freilich dauerte es nach dem Tode Jan und in den ersten Dezennien des XVI. durch 
van Eycks noih einige Jahrzehnte, bis sich zwei Maler eine Pflege, die als Vertreter 
die aus dem modernen Leben gegrifsenen der verschiedenartigen Richtungen des nieders 
Figuren so völlig von den Motiven aus der ländischen Volkss und Kunstgeistes gelten 
biblischen Geschichte loslösten, daß das Sittens können. Im Süden war es der Antwerpener 
Rosenberg, Teniers.  W,  1 
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