Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A. van Dyck
Person:
Knackfuß, Hermann Dyck, Anton/van
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-716151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3830864
Anton 
Dyck. 
Jugendliches Selbftbildnis des Meisters. Jn der königl. Pinakothek zu München. 
Mach einer Photographie von Franz Hanfftängl in München.J 
auch nicht annähernd mehr imstande war, 
die Flut von BestelIungen, die auf ihn eins 
drang, durch eigenhändige Arbeit zu bewäli 
tigen, so daß er die Mithilfe seiner ans: 
erlesenen Schüler in reichstem Maße in An: 
spruch nahm. Zunächst mußte van Dyck in 
Rubens7 Werkstatt sich üben an der Nach; 
bildung von Werken großer italienischer 
Maler, welche die Sammlung seines Lehrers 
zierten. Derartige Nachbildungen waren 
aber keineswegs getreue Kopien, es waren 
vielmehr freie Bearbeitungen der gegebenen 
Vorbilder, sozusagen UberseHungen derselben 
in dies Formensprache der eigenen Zeit. 
Ein Belegstück hierfür ist van.Dycks Reiters 
bild Karls V, welches sich in der Uffizieni 
galerie zu Florenz befindet, und welches 
zweifellos ein und dasselbe ist mit einem 
als ,,Kaifer Karl V nach TizianU bezeich: 
neten Gemälde van Dycks, das im Vers 
zeichnis des Rubensschen Nachlasses namhaft 
gemacht wird: beim ersten Anblick dieses 
Gemäldes möchte man eher an ein Urbild 
von Rubens als an ein solches von Tizian 
denken CAbb. 2;. Aus der Lehrzeit bei van 
Balen brachte der junge van Dyck eine be: 
fondere Geschicklichkeit, in kleinem Maßstabe 
grau in grau zu malen, mit. Darum bei 
traute Rubens ihn gern mit der ehrenvolleu 
Aufgabe, nach seinen großen Gemälden die 
Vorlagen für deren Kupferstichnachbildung 
anzufertigen. Aber die Hauptthätigkeit van 
Dycks während seiner Ausbildungszeit bei 
Rubens bestand darin, daß er die Entwürfe 
des Meisters im großen auf die Leinwand 
übertrug und bald mehr, bald weniger aus; 
führte, so daß für Rubens selbst zur Volls 
.endungi des Bildes nur eine geringere oder 
stärkere Uberarbeitung  unter Umständen 
auch wohl gar nichts  zu thun iibrigs 
blieb. Wir wissen, daß Rubens den Käufern 
seiner Bilder gegenüber die Mitwirkung der
        

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