Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Stickerei-Zeitung und Spitzen-Revue
Person:
Koch, Alexander
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713953
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-714765
STICKEREI-ZEITUNG 
51 
VQN D- ENTWICKLUNGS"  
INDUSTRIE  r '29 i ' wg  .    
H     _ wkk          
ie Gemälde und Stiche, die das   i v   "       
Leben am glänzenden Hofe des           
prachtliebenden Sonnenkönigs dar-      f, i}?  
Stellen, sind die getreuesten Doku-       , i" 
mente für die reiche Verwendung, die  y     i,     
die Spitzen damals an der Kleidung   a?    Ü f 
der Frauen und im gleichen Maße      
an der der. Männer fanden. "Bei die-   e     ä   
sen günstigen Absatzverhaltnissen     M,       a   
nahm die junge französische Indu-            
strie eine schnell aufblühende Ent-     Ski    Ei i",   
Wicklung; man berechnete z. B. den ä i},   xi     
jährlichen Spitzenkonsum Frankreidis    ßaä,  41„-      i. "m    
am Anfang des 18. Jahrhunderts auf        IQ, 
ungefährS Millionen Francs. Obwohl          
'etzt der französische M kt fü d' {ff "  "a,   'j'   "       
belgischen Spitzen vzeischlrissr-zl:           
war, litt die dortige Industrie kaum     
darunter. Diefranzösische Mode, die        
schon damals tonangebend die Welt A.VOGI.ER. KLASSE: P. HELMS. STAATLICHE KUNSTGEWERBE-SCHULE 
beherrschte, fand hier Nachahmung, HAMBURG. KISSEN OHNEVORZEICHNUNGIN FARBIGERWOLLEGESTICKT 
und die Nachfrage nach Spitzen im 
eigenen Lande stieg so bedeutend, daß der Aus- französischen Marktes erlitten hatte, wieder ge- 
fall, den die Industrie durch die Schließung des deckt wurde. Außerdem war auf dem Spitzen- 
 _   _        markt ein neuer Käufer er- 
               schienen, der große Mengen 
  v- o";      für sich beans ruchte: En  
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 x land. Hier hatten ebenso 
  (4 T  _ Q wie in Frankreich die Luxus- 
 f; a}; ya, f s,    Verbote keinen Erfolg gehabt, 
"i;  54' W"  '47 V4 i" aber auch alle Bemühun en, 
x T3-  A"    x k     g 
',I  Ä   6-, I.   u diese Industrie im eigenen 
1 irg  k y j    1 Lande heimisch zu machen, 
 f ; '  4 Ä  v x l 4 y   3;,  waren gescheitert; der Leinen- 
I  i, a2! V    faden, der in England ge- 
 jhf  w vgijsü 'e   sponnen wurde, war nicht fein 
 1 4    genug, und die daraus genähte 
 v-hv. i   y y k,   i tff ß oder geklöppelte Spitze konnte 
v k y"   f f. i rü: Q2 ,r  mit den belgischen Erzeug- 
' 17 f  ßlß  X r   5 nissen nicht konkurrieren. So 
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 ß' v4  ' , ' 4. Y wurdedamalsEnglandfastaus- 
I r. 4' 1    , s -  ,    
i   4   aß, b}; r schließlich von Belgien ver- 
(q b":  ,  l sorgt, und am Hofe der eng- 
} K, '  , '  lischen Könige herrschte bis 
A 1 x gegen Ende des 18. Jahrhun- 
    14g,   x  wg   , derts derselbe reiche Aufwand 
          J an kostbaren Spitzen, wie ihn 
ANNA MEYER. KLASSE: PAUL HELMS. STAATLICHE KUNSTGEWERBESCHULE Frankrelch m diesem glanzvol" 
HAMBURG. LEINENKISSEN OHNE VORZEICHNUNG M. BUNT. WOLLE BESTICKT len Rokokozeitaltergesehen hat.
        

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