Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schinkel
Person:
Ziller, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-706091
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-707085
Karl Friedrich 
Schinkel. 
Architektur eine neue Richtung angaben. 
Sie ist durchaus eigentümlich, und in der 
Art der Verwendung der Ziegel ganz neu. 
Hier führte Schi11kel zum erstenmal den 
mittelalterlichen Strebepfeiler als Widers 
lager gegen den Druck der innern Gewölbe 
in die antike Formenwelt ein. Da der 
Flachbogen für die Überwölbung der Jnneni 
räume gewählt ist, so brachte er ihn auch 
außen zur Erscheinung. Ebenfalls ganz 
neu ist die Wiederanwendung der glasierten 
artige Stützen geteilten und schön verzierten 
Fenster. 
Ahnlich wie beim Schauspielhause spricht 
auch hier wieder der griechische Geist in 
durchaus neuer und überraschender Weise 
zu dem Beschauer. 
Die Bauakademie ist jetzt ihrem Zweck 
entzogen und im Innern vollständig ums 
gestaltet worden. 
1832 baute Schinkel das Neue Thor 
für Berlin, gleichfalls in Backstein, sehr 
GlasgefäßEs 
CBleiftiftJ. 
Ziegel, die die ernste Farbe der roten Backi 
steine mildern und die horizontale Lagerung 
mehr betonen sollen. 
So streng dadurch die Massenwirkung 
Wird, so zart und liebenswürdig verstand 
der Künstler, als GcgensaH dazu, die 
Umrahmungen der Wandöffnungen in bei 
wunderungswürdiger Mannigfaltigkeit durch 
reiche Reliefs zu beleben. Besonders bei 
zeichnend für die Bestimmung des Gebäudes 
als Lehranstalt sind die breiten, durch hermens 
einfach, aber malerisch durch Anwendung 
von Bogenstellungen. Wie bei der Bau: 
akademie fällt das Dach nach einem inneren 
Hofe ab und ist deshalb von außen nicht 
sichtbar. 
Zu gleicher Zeit entstand der Neue 
Packhof, und zwar auf dem Gelände, 
welches man am Kupfergraben beim Bau 
des Museums gewonnen hatte. Auch diese 
Anlage ist, in ihrer Weise als Nüs3,lichkeitsi 
bau, ein vollendetes Kunstwerk.
        

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