Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veronese
Person:
Meissner, Franz Hermann Veronese, Paolo
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-704786
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-705517
Paolo Caliari gen 
Veronefe. 
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der Verherrlichung Venedigs (Abb. 49) ge- jungen Lebens neben dem Knie des Alten 
widmet, welches als ideal schöne Frauen- in dieser züchtig den Kopf senkenden und 
gestalt hingelagert ist und von oben her mit den Händen das Kleid vor die iippige 
von der etwas drückend nah angebrachten Büste ziehenden Schönen ein sehr stark wir- 
und nicht minder lieblichen Juno mit kender ist. Was in diesen beiden Gestalten 
allen Gaben des Reichtums iiberschüttet wird. gleichsam als eine Stimmung aus Vergangen- 
Das dritte schon genannte Werk (Abb. 50), heit und Zukunft mit dem rauschenden Wehen 
behandelt als eines der reizendsteu Ge- derZeitalter zu uns spricht, dürfte sich s6hwer 
dichte von dieser Hand einen sehr alten in eine treffende Deutung übersehen lassen; 
Mann von mächtigem Gliederbau, n1it weißem Veronese ist im Kreis seiner Eingebungen 
wallendem Bart, der, gedankenvoll das Kinn weder tief noch weitschauend genug, als daß 
aus die Faust gestüht, von einer ArtThronsitz man ihm eine bewußte Absicht auf eine 
in die Ferne schaut. Es ist in Haltung Allegorie solcher Art, die für seine Zeit 
nnd Blick etwas so über alle Zeit hinweg etwas Neues und Bedeutendes gewesen wäre, 
in der Betrachtung des Ewigen Versunkenes zntrauen könnte. Man kann sich deshalb 
darin, eine solche Abgeklungenheit des Gegen- an der thatsächlichen Darstellung eines Alten 
wartsinns, daß der Kontrast des blühenden mit einer jungen Frau genügen lassen, die, 
 51. Heilige Familie. Paris. Louvre. 
(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clöment es- Eies. in Dornach i. E., Paris 
Und N 
H V en) York 

        

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