Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vautier
Person:
Rosenberg, Adolf Vautier, Benjamin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-703527
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-703824
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Benjamin Vautier. 
sinn anerkennen, der sich schon in den ersten Alemannen in der Schweiz find, wenn 
Werken des langsam reif gewordenen Bau- man so sagen darf, Geschwisterkinder, Spröß- 
tier offenbarte. h Endlich warc;n ihn? seine  Volkssta1nmes,cde1;nljet5gge 
in mehreren Ja ren voll unsi eren gerum- er ie en eiten eine natürli )e o ge er 
tastens gewonnenen Studien zu gute ge- verschiedenen Boden- und Erwerbsgelegen- 
kommen, und nachdem er festen Boden unter heiten, in neuerer Zeit auch der entgegen- 
den Füßen gewonnen hatte, malte er zunächst geset;ten politischen Entwicklung sind. Aber 
noch an mehreren Bildern, deren Motive der prächtige Menschenschlag hat sich hüben 
dem schweizerischen Volksleben entnommen wie drüben erhalten. Freilich in immer 
waren. Währendde1u hatten sich seine schwächerer Abstufung, weil die Natur- 
Augen aber bereits auf einen stamn1ver- menschen mehr und mehr den Versuchungen 
wandten Volks-zweig gerichtet, auf den er, der modernen Kultur erliegen. Vor vierzig 
wie es scheint, zuerst durch die Bilder von End mehhr jl;Fah3n, als ;EPnaus un; egnige 
K-naus und diesen selbst aufmerksam ge- eit na im autier i re ersten tu jen- 
macht worden ist. aussliige oder richtiger gesagt Entdeckungs- 
Dem Gewährsmann des ,,Deutschcn reisen nach dem Schwarzwald machten, 
Kunstblattes" hatte Vautier von einer Stu- waren Tracht und Sitten in den Dörfern 
dienreise nach dem Schwarzwald erzählt, auf einsamen Höhen fast noch ganz in ur- 
d.ie er zusammen mit Knaus gemacht hatte. sprünglicher Reinheit erhalten. Ein Juwel 
Die Schwaden im Schwarzwald und die aber unter diesen Schwarzwalddörfern, die, 
  zumTeilzugrößerenGrup- 
  H         per! vereinigt, gegen ein- 
s.       M   ander abgeschlossene Ge- 
          meinwesen bildeten, war 
   Y    das Hauensteiner Länd- 
  J  -     then, das nach den HoHen, 
 .-VY"IsT M  V .   den vielfach- gefalteten 
    s  HoHenIaiid geiici:mt wird- 
      s l    so:-is! wis- 
 .        Willen-..P" W- der Wes 
 ggk;     ,    Land sur die Malerei ent- 
       deckt hat- undVaiitier folgte 
  M   "-g   -jY;I,B ihm auf dem Fuße. Die 
     BB    Bewohner dieses Landes- 
   sH;;s  F? !    knochige, kräftige Gestalten, 
,        denen nicht blos; die noch 
 ,   aus der Refor1nationszeit 
X      stammende Tracht, sondern 
   g; T  das ganze Gebaren in Hal- 
   tung, Sitte und Lebens- 
-     gewohnheiten ein mittel- 
  J  -   alterliches Gepräge gab, 
 J        1nußtendemjungenSchwei- 
   .   sei- ganz I-cso:iders,, sym- 
      pat"hisch sein. Sind sie, die 
   , H     nurnochdurchwenigeBerg- 
        rücken von der Schweiz ge- 
 V   Es-     trennt sind, doch gleich den 
, J    deutschen Schweizern reine 
    it Alemanneu! 
Abb.12. Studie zu dem Bilde ,,Vegräbni-Z auf dem Lande." S. S. 13.
        

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