Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tiepolo
Person:
Meissner, Franz Hermann Tiepolo, Giovanni Battista
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-702305
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-702627
Giovanni Battista Tiepolo. 
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hier aber freilich und unter den Einschrän: d"Alviano über die Deutschen behandelt 
kungen, welche einer virtuosen Verfallkuust und von A. Zucchi in einem mir nicht 
entgegenzusetz,en sind, ist Tiepolo als Aus- zugänglich gewesenen Stich wiedergegeben 
druc seiner Zeit eine so fesselude und i1n sein soll. Da der Stecher 1740 starb, 
Rahmen der Kunst des vorigen Jahrhun: muß das Werk in diesem Jahre spätestens 
d-erts so wichtige Erscheinung, daß sie ohne abgeschlossen gewesen sein. 
11berschät;,ung die vollste Aufmerksamkeit Das früheste sicher datierte Werk und 
verdient. zugleich eine der Hauptschöpfungen von 
Aus dem Tiepo1owerk der frühesten Zeit Tiepolos ruheloser Hand ist der große 
tauchen als erste Strahlen des Genies Freskeneyklus in der Villa Va11narana bei 
einige Pro hetengestalteu in der Spital- Vicenza, der nach einer von Mol1nenti in 
kirche dellapPietä. auf, wird auch im Zu- einer der Karnevalsscenen entdeckten Jahres- 
sam1uenhang mit einem ersten großen Er- zahl 1737 entstanden ist. Tiepolo war 
folg ein ,,Durchzug der Kinder JsraeIs bereits 41 Jahr alt, als er dies Werk 
durch das Rote Meer" genannt, der in- schuf, 11nd sein zehnjähriger Sohn Dome- 
dessen verschollen ist und eines Tages viel- nico war außer dem Gehilfen Girolamo 
leicht wieder zum Vorschein kommt, nach: Colonna bereits als Schüler dabei thätig. 
dem Tiepolo neuerdings in eine gewisse Aber es ist ein so jugendlicher Reiz darin 
Mode gelangt ist und seine vor wenigen spi"1rbar, und Tiepolo erscheint darin in so 
Jahrzehnten noch fast preislosen Staffelei: liebenswürdiger Kü11stlergegtal5h, ldk?)ß t1nan 
werke llnsu1n1nen er ielen,  was auf ,,Ent- dies Werk ohne allezu gro e Xü)n ei mit 
 giziustig einzuwirken pflegt. Veroneses Malereien in der Villa Barbaro 
Sonst ist fast nichts der 
Zeit zwischen 1712 und       ,    
1737 mit Sicherheit zu-         
z1IschreibeI1; es ist geradezu        
fTT"1bIEifs UND Als Knabe        
in den ersten fiinfundzwan-          
schließlich Handwerksarbeit         
und so wenig Kunst her-       .   
vorgebracht haben sollte, ;   "    
daß nichts davon überliefert         
ist. Da er von Haus aus        
wohlhabend war und nicht    ,     
Rätsel, das der Aufklärung "H       
bedarf und sie wohl noch            
eines Tages finden wird.          
Bekannt ist nur im all-             
gemeinen, daß Tiepolo in   IF      z. 
Kirchen und Palästen Be-          H 
nedigs wie des Festlandes ..zjE-Es    i-X ;  
nahebei und der Lombardei     H.      
weiterhin geschaffen hat.        
Zu den Frühwerken muß         
auch ein mir uubekanntes      -    
Deckenbild im Großen   I         
Ratssaal des Dogenpalastes       
gel)ören, das del! Sieg  is. Rinardos  aus dem Am-stcyk1us. 
von G1org1o Cornaro und Vicenz:-, Viaa Var-ways. 
Meißner, Tiepolo.  2
        

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