Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tiepolo
Person:
Meissner, Franz Hermann Tiepolo, Giovanni Battista
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-702305
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-702575
12 
Giovanni Battista Tiepolo. 
Politik ist Venedig einst in die Höhe glänzenden Giovanni Battista Tiepolo 
gekommen. Forschen wir nach den Ur- verkörpert wird, können wir in dem höfisch- 
fachen aller großen Staats-katastrophen, so despotischen Charakter seiner barocken Kunst- 
scheint es fast, als müßten die Völker immer weise nur begreifen und unvoreingenommen 
an dem sterben, das ihnen Leben und Kraft genießen, wenn uns ihre nationale erb- 
lieh; denn an dem Orientalismus in seinen liche Belastung, die erdriicke11de Tradition, 
moralischen Folgerungen ist die Lagnnen- das Zusammenwirken aller zeitlichen Zu- 
republik auch zu Grunde gegangen. Aus stände bekannt ist. Ohne diese Kenntnis 
diesem Milieu der legten hundert Jahre wird man kaum eine objektive Stellung zu 
Abb.8. Studienkopf. 
(Nakh einer Originalphotographie von K. Gundermann in Würzburg) 
Venedigs aber erklären sich alle zum Zu- ihm gewinnen können, wie es zur- Not 
sa1nmenbruch Schritt für Schritt fiihrenden wohl einem der Großen der Geschichte 
Ereignisse; aus ihm allein sind die legten gegenüber möglich ist. 
Helden der Politik, der Wissenschaft, der - - 
Kunst verständlich, welche es als die legten V 
Funken seiner Lebenskraft auf dem Todes- Die dokumentarischen Quellen über Tie- 
gange begleiteten. Die ersten VersalIkeime polos Leben fließen so wenig reichlich wie 
liegen weit zurück; wir erkennen sie im Be- diejenigen, welche die meisten Künstler vor 
reich der Kunst schon bei dem raffinierten ihm bis zur Renaissance zurück angehen. 
SinnenmenschenTizian; die letzte bestechende Die heutige Betrachtungs-weise der Kunst 
Frucht dieser Kulturepoche, welche in dem ist ja eine andere als die der Vergangen-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.