Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Memling
Person:
Kaemmerer, Ludwig Memling, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-700666
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-701686
Hans Mcmling. 
Abb. 78. 
Stifterin. 
Hekrmannftadt. Galerie des evangelischen Gymnasiums. 
Holz: 0,44 : 0,33 In. 
legende begegnet uns hier aber auch der 
Bruder Säckelmeister Jan Floreins, ohne 
daß dieser Zuschauer als Fremdling in 
solcher Umgebung ausfällt. Hat doch Mem: 
ling auch die heiligen Vorgänge durchaus 
in die Tracht seiner Zeit gekleidet und 
thut sich doch hinter dem Evangelisten ein 
Blick auf in die Vlae1uincstraße zu Brügge, 
deren Giebel das romanische Johannes: 
kirchlein überragt. Hier am Kran bei der 
Vlaemincbrücke waltet Floreins seines Amtes 
als städtischer Eich1neister, indem er das 
gerechte Aus1naß der Weinfässer iiberwacht. 
Jn schlichter Brudertracht erscheint auch der 
Maler selbst rechts im Mittelgruude, be: 
scheidentlich sich in gemessencr Entfernung 
vom heiligen Bezirk haltend. Bisher nannte 
man diesen Zuschauer ebenfalls Floreins, 
aber feine etwas derben Gesichtszüge stimmen 
viel eher zu dem Selbftporträt Memlings 
auf dem Triptychon zu Chatsworth. Er 
trägt einen langen schwarzen Rock und 
eine gleichfarbige Kappe auf dem Haupt. 
Die Seitentafeln CAbb. 50 und 51J ver: 
vollständigen die Schilderung aus den Les 
genden der beiden Johannes: links nimmt 
Herodias aus den Händen des Henkers das 
blutende Haupt des Täufers entgegen, um 
es triu1uphierend zur Festtafel des Vaters 
 weiter im Mittelgrunde  zu tragen. 
Rechts erscheinen dem Evangeliften auf der 
Felseninsel Pat1nos die Wunder, die er in 
seiner Offenbarung der letzten Dinge be: 
schrieb. Vier Reiter  Hunger, Pest,
        

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