Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Memling
Person:
Kaemmerer, Ludwig Memling, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-700666
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-701008
Memling. 
Hans 
Berlin. 
Porträt. 
Holz: 0,34 : 0,29 ca. 
Abb. 17. Männliches 
Kö11igl. Gemäldegalerie. 
linker Flügel etwa Maria oder den Nu: 
mensheiligen des Stifters gezeigt haben 
mag. Bei Einzelbildnissen liebt Memling 
sonst, die Hand des Dargestellten auf eine 
Balustrade zu stützen, wie wir es bereits 
bei dem großen Bastard beobachteten. Aus 
dem gleichen Grunde kann auch das Por: 
trät eines jugendlichen Beters 
in der Sammlung Felix zu Leips 
zig CAbb. 15J, eine der liebenswürdigsten 
Schöpsnngen dieser Epoche, nur als Teil 
eines Diptychons gelten. Zwischen zwei 
Arkadensäulen blickt der Dargestellte in 
reicher modischer Tracht andächtiglich vor 
sich hin; auf der Balustrade, an die er 
seinen Körper. lehnt, liegt das Gebetbuch 
aufgeschlagen, die ringgeschmückten, schlanken 
Hände schließt er zum Gebet. Das fast 
weiblich anmutige Antlitz u1nrahmt reiches, 
in die Stirn gekämmtes Lockenhaar. Die 
ehrbare Frömmigkeit eines Patriciersohnes 
spricht aus diesem Bildnis, das allerdings 
mehr noch vom Maler als von seinem 
Modell erzählt. 
Gern wüßten wir auch, wen das Brust: 
bild der Galerie Oppenheim in 
K öln CAbb. 16J darstellt, dessen scharf aus: 
geprägte Jndividualität besondere Neugier 
weckt. Eine starke Nase, buschige Augen: 
brauen und volle Lippen treten in dem 
jugendlichen, gebräunten Antlitz, charakte: 
ristisch hervor. Der etwas blasierte Blick 
des Auges und der selbstbewußte Mund 
scheinen.anf eine zum Befehlen berusene, 
stolze Persönlichkeit hinzuweisen. Auf dem 
gewellten, reichen Haupthaar trägt er den 
gleichen schwarzen bnrgundischen Hut, wie 
der große,Bc1stard. Auch die hohen ge: 
pnsften Armel Cmac11oiresJ des braunen 
Wamses, das über dem Hund verschnürt 
ist, gehören zur bnrgUndischen Hoftracht. 
Der goldene Pfeil in seiner Rechten läßt
        

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