Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Canova
Person:
Meyer, Alfred Gotthold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-693352
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-694567
Canova. 
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löschbar einprägen mußte. Rächst jf       
ihnen kehren der Apollo und der   un,   
Herculestorso von Belvedere, der   
Diaduinenos Farnes e, der Laokooii,  
Fest VoH3ye;ische Wiss, Hm Fasse; s;T;kFsE:i 
g se is ers er III ers es  
sind such mehrere Studien Mich III  
sMichelatigelos Fresken in der kkjz;s; 
se Evens, der Adam aus des  
Schöpfung des Menschen und der  es 
Sankt BeethsIomsius aus dem    
JüngstenGericht.Kraftloserals hier     
sind diese Titauengesti:Iteee wohl  I J  
selten kopiert wordenl  Diese IT  IF  
Skizze:i geheim: arIeediiigs noch  I        
den ersten römischen Jahren an,         ;s;sIs kIJYs  
und das gilt auch von der Mehrs     z  L  E 
zahl der nach Hunderten zählenden      J Es      
Männers und Fraiienakte und Ges     I     s l. 
w.andstiidien. Dennoch ist es des  E  ,.sI    
zeichnend genug, daß unter den ; III   H  is   
Akten kaum fünf als wirklich ges ;    I   Es:          
nane, treue Darstellungen bestimms   ,     J   I   
ter individueller Modelle erscheinen          VI H   
CAbb. 91J. Fast alle sind vielmehr               
in dem damals gebräuchlichsten        Ä  
Sinne des Wortes ,,akademischeU     
Akte, bei denen das Modell als Abb. 89. Handzeichu sing Caiiovas im Musen Civieo in Bassano. 
solches nicht zu seinem Recht 
kommt, sondern unter einem den genannten auch sehr starkeVerzeichnungen mindern ihren 
A1itiken entlehiiten Normalschema seine ins absoluten Wert, und Ähnliches gilt von den 
dividnellen Züge einbüßt CAbb. 92ss95J. Ge1oandstudien, die gleichsam nur den Fals 
Auch bei ihnen vermißt man das intime tenwiirf an sich wiedergeben, ohne jemals 
cS;indringen m die Natur: Sie zeigen fast die Textur eines bestimInten Stoffes zu 
samtlich den gleichen Stil, Ia sogar meist zeigen. Um die geschichtliche Bedeutung 
die gl.eichen,,. ganz, systeinatischn angewandten dieser.Arbeiten richtigizu würdigen, muß 
Techniken: die Manner in scharseren Feders man sich an die Bemerkung des Antonio d7E1te 
und Bleistiftumrissen mit einiger Betonung erinnern, daß sich die damaligen Künstler 
des Knochengerüstes, der.Muskeln und Ges sehr oft ausschließlich mit Studien nach 
lenke; dies Frauen sämtlich zarte Gestalten, der Gliederpuppe begniigten. Die tiefere 
die sich von dem kräftigen Geschlecht, welches Bedeutung dieser Zeiihnungen fiir das künsts 
 noch, lebt, aufs leHsche sChalrakterlgld lCcHiovas spriclktsjFloch 
a en un er ei en, am i in ganz er an i;rem er ä nis irr ati sen 
weich abschattierten Bleistiftzeichnungen, ohne Aiisdrucksiocise. Als, StudieTi eiikes Bilds 
jeden stärkeren Gegensatz, von Licht und hauers geben sie sich weit mehr durch ihren 
Schatten. Eine große Summe von Arbeit Inhalt als durch ihre Form zu erkennen. 
steckt sin diesen, Blättern  unter denen bei Es fehlt ihnen der specifisch plastische Zug, 
sonders die Mannerakte eine fast nnerschöpfs die Gliederung der organischen Gebilde nach 
Eise MotHieiikfsLjlle Bin der ruhEgsten Haltr;ing gößeren ForiiiCejii11Iasseik,lucgd steil1;e scharfe 
I zur är en eweguug ergen, a ein egrenzung. anz ä;ni e J es um 
es bleibt fast stets eine gewisse Unbesticnmts die gezeichneten und in Thon iuodellierten 
heit der Formen. Konventionelle Züge, selbstäiidigeu Entwürfe. Auch diese geben 
manche unnötigen Strichc, und gelegentlich nicht den plastisihen Kern, sondern gleichsam
        

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