Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leonardo da Vinci
Person:
Rosenberg, Adolf Leonardo <da Vinci>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-690222
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-691613
116 
Leonardo 
Vinci. 
zweite Mailänder Zeit des Meisters fällt 
und die zugleich den Abschluß seiner künstleris 
schen Thätigkeit gebildet zu haben scheint. 
Dieses Werk ist schon seit vielen Jahren 
der Gegenstand eines lebhaften Streites unter 
den Kunstgelehrten, den zunächst der Ums 
stand veranlaßt hat, daß es in zwei Exems 
plaren vorhanden ist. Das eine, das sich 
im Louvre befindet CAbb. 117J, darf sich auf 
einen erlauchten Stammbaum berufen. Es 
befand sich bereits im Besitz des Königs 
Franz I. von Frankreich, der es nach der 
Überlieferung von Leonardo selbst erhalten 
haben soll, und war lange Zeit eine Zierde 
des berühmten ,,goldenen KabinettsU im 
Schlosse zn Fontainebleau. Von da wurde 
es zu Ende des XV1I. Jahrhunderts in das 
Schloß von Versailles gebracht, und zuleht 
erhielt es seine Stelle im Louvre. Ein 
vortrefflicher Stich von Desnoyers,pder die 
Unterschrift ,,La vierge aus: r0chersH erhielt, 
trug den Ruhm des Gemäldes in weitere 
Kreise. Der erste, der ihn bestritt, war der 
deutsche Kunstsorscher G. F. Wangen, der 
größte Bilderkenner seiner Zeit. Er erklärte 
das Louvrebild als eine Kopie, weil er 
ein erheblich besseres Exemplar des Bildes 
in der Sammlung des Lord Susfolk in 
Charlton Park in England gesehen hatte, 
das er aber auch nicht für eine völlig eigens 
händige Arbeit Leonardos hielt. Nur in 
den Köpfen wollte er die Hand Leonardos 
erkennen. Auch er war bereits zu der Überi 
zeugung gelangt, daß Leonardo selbst nur 
sehr wenig gemalt, sondern meist nur die 
Kartons gezeichnet hätte, deren Ausführung 
in Ol er seinen Schülern überließ. 
Seitdem das Exemplar des Lords Sufsolk 
in den Besitz, der Londoner Nationalgalerie 
gelangt ist CAbb. 118J, ist es der kritischen 
Prüfung allgemein zugänglich geworden, 
und diese wird noch wesentlich durch die 
Abb. 112. Studienkopf. Nach einer Zeichnung in der Ambrosianisck1et1 Bibliothek in Mailand. 
Mach einer Originalphotographie von Braun, Cl6ment Z: Cie. in Dornach i. E. und Paris.J
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.