Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
M. von Munkacsy
Person:
Ilges, Franz Walther Munkácsy, Michael
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-689017
  Michael von Munkacsy. 23 
ren geschichtlichen Entwiirsen aus der un- vorstellung seines Talentes aus; er zeigt, 
gar"ischen Vergangenheit (Abb. 6 und 20) was er kann: aus den inzwischen angesam- 
ize,igen sie ein verblüffendes Beobachtungs- melten Skizzenbüchern und fliegenden Blät- 
 talent nnd eine sichere Hand, die in keinem tern mag der Onkel ersehen, welcher Künstler 
Striche den Eindruck schülerhafter Zaghaftig- er ist, Straßenecken und Häuser der Nach- 
keit hinterläßt. barschaft sind leicht auf den Zeichnnngen 
Der Onkel ahnte noch nichts von dem zu erkennen, sogar Porträts könne er schon 
Streben und den Zukunftsträumen seines machen  freilich vorläufig erst in Bleistift, 
Neffen. Eines Tages meinte er sogar, jeht  und richtig, da ist die Magd abkonterfeit 
habe die Faulenzerei lange genug gedauert, und sogar der Schuster, der Nachbar. Da- 
und Miska könne wieder zum Hobel greifen. gegen ließ sich doch gewiß nichts sagen! 
Man kann sich denken, daß er buchstäblich Noch ehe der Onkel in seiner Verblüfstheit 
fast auf den Rücken fiel, als der Junge sich daran denken konnte, ein hie Rho(1us hie sa1ta 
energisch weigerte und entrüstet behauptete, auszusprechen, machte der Neffe selber den 
jetzt ,,Maler" .-zu sein. Vergebens bietet Vorschlag, auf der Stelle seine Tüchtigkeit 
der Onkel alle Uberredungskünste auf, schil- zu beweisen-der Onkel sollte ihm zu einem 
dert ihm die Zukunft in den schwärzesten Porträt sihen. 
Farben, zählt her, was er noch alles zu Das kindliche Werk, das ihm wirklich 
lernen hätte, wie er ohne Mittel sei  die Einwillignng des Vormundes zu dem 
Miska läßt sich so leicht nicht unterkriegen: wagehalsigen Schritte in eine dunkle, un- 
Szamossy hat ihm das alles auch schon ge- bekannte Zukunft eintrug, hat Munkacsy 
sagt, aber Szamossy hat ihn andererseits mit Pietät stets unter seinen Papieren per- 
in seinem Vorhaben auch ermuntert! Als wahrt (Abb.19). Mit welchen Gefühlen wird 
legten Trumpf "spielt der Neffe eine Probe- der gereifte Künstler bei seiner Betrachtung an
        

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