Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aussichten der Architektur in der Civilisation
Person:
Morris, William
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3960942
welcher Bedeutung für die civilisation wäre, 
oder etwas anderes dadurch zum Eusdruck 
käme, ausser dass eine Stadt, was ihre Sei 
b3ude anlangt, alt ist und die andere modern. 
Wenn sie in Gedanken tiefer in den 6egens 
satz zwischen alter und neuer Kunst eins 
dringen, sind sie mit dem Srgebnis nicht 
unzufrieden: sie sehen vielleicht hier und da 
Dinge, die einer Reform bedürfen, aber sie 
nehmen an, oder lassen Sie mich sagen, halten 
für ausgemacht, dass die Kunft voller 
Leben und gesund und auf dem rechten 
Wege ist, und dass, indem sie ihn verfolgt, 
sie immer weiter leben wird, ähnlich wie 
heute. 
Man kann wohl behaupten, dass dies schwache 
cs3utheissen des Zustandes, in dem sich die 
Künste befinden, die allgemeine Haltung der 
Gebildeten ihnen gegenüber ist: wenn sie jes 
mals sich ernsthaft damit befafsten, würde 
ihnen natürlich der Gedanke Tlnbehagen 
verursachen, dass es, wie die civilifation jetzt 
ist, unvermeidlich ist, dass sie Hässlichkeit 
mit lich bringt: und sicherlich würden fie, 
wenn sie fich dessen bewusst würden, denken, 
dass dies nicht natürlich und recht ift: sie 
würden fehen, dass es nicht dies wäre, wos 
nach die civilisation in den Tagen des 
Ringens strebte: aber sie befassen sich nicht 
ernsthaft mit den Künsten, weil sie bisher 
ein Naturgefetz, ein Gefühl der Sicherheit 
hat6 empfinden lassen, welches den Menschen
        

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