Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aussichten der Architektur in der Civilisation
Person:
Morris, William
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688486
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3960982
Lassen, würde; eine solche Verfeinerung würde 
sich, so gut es ginge, ohne die Kunst bei 
helfen müssen; es kann sein, dass diese stirbt, 
aber sie will nicht als die Sklavin der Reichen 
und als Zeugin des dauernden sklaVentums 
der JIrmen leben. Jzl,e,n,n, das Leben durch 
ihren Tod verroht, müssen die Reichen, mit 
den Hrmen unter dieser Verrohung leiden. 
Ich weiss, dass es wohlwollende Leute giebt, 
wie es solche zu allen Zeiten gegeben hat, 
nach deren Euffassung die Kunst Hand in 
Hand mit dem Luxus geht, ja ziemlich dass 
selbe ist; aber dies ist eine von Grund aus 
falsche Vorstellung und der Kunst sehr schädss 
lich, wie ich Ihnen an vielen Beispielen klar 
machen könnte, wenn ich Zeit hätte; da es 
mir daran fehlt, will ich nur eins anführen, 
das, wie ich hoffe, genügen wird. 
Mir befinden uns hier in der reichsten Stadt 
des reichsten Landes des reichsten Zeitalters 
der Welt: kein Luxus vergangener Zeit kann 
mit unserem Luxus verglichen werden: und 
dennoch müssten sie, wenn Sie sich von 
Ihrer zur Gewohnheit gewordenen Blindheit 
frei machten, gestehen, dass es kein Vers 
brechen gegen die Kunst, nichts Hässliches, 
nichts c5emeines giebt, an dem nicht die 
modernen Köthen in Bethnal cs3reen genau 
eben so teil hätten wie die modernen Paläste 
im Tlest Snd: und wenn Sie diese Lage der 
Dinge recht ernsthaft prüften, würden Sie 
nicht darüber klagen, sondern froh darüber 
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