Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wie wir aus dem Bestehenden das Beste machen können
Person:
Morris, William
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688473
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3960027
Ich muss heute abend über gewisse Dinge 
mit Ihnen sprechen, auf die ich durch die 
Srfahrung in meinem eigenen Handwerk aufs 
merksam geworden bin und die eine Erst 
Regeln oder Grundsätze in mir haben ents 
stehen lassen, die idD in der Praxis befolge. 
Jeder, der lange einem Handwerk obgelegen 
hat, wird auf solche Regeln hingesiihrt und 
kann nicht umhin, sie selbst zu befolgen, und 
darauf zu bestehen, dass sie seine Schüler 
oder JIrbeiter praktisch durchführen, wenn 
er irgendwie ein Meister ist; und wenn diese 
Regeln oder, wenn sie wollen, Impulse zu 
gleicher Zeit viele Handwerker innerlich ers 
füllen und ihre Hand leiten, entsteht eine 
bestimmte Schule, und die Kunst, die sie 
vertritt, lebt sicherlich wenigstens, wie grob, 
mangelhaft und blöde sie auch sein mag; 
und je massgebender diese Regeln, je vers 
breiteter diese Impulse sind, desto lebenss 
kräftiger ist die Kunst, die sie hervorbringen; 
während in Zeiten, in denen sie bloss schwach 
und selten empfunden werden, in denen die 
Grundsätze des einen Handwerkers seinem 
Genossen abgeschmackt oder gewöhnlich vors 
kommen, die Kunst entweder krank ist oder 
schläft oder unter der grossen Masse der 
Menschen so spärlich verbreitet ist, dass sie 
auf das Leben im allgemeinen geringen oder 
keinen Sinfluss hat.
        

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