Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kunst des Volkes
Person:
Morris, William
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3958870
heit, auf die Kunst als im besten falle eine 
Spielerei zu sehen. 
Was ist nun bei uns oder den Künsten nicht 
in Ordnung, da das, was einst für etwas so 
Herrliches angesehen wurde, jetzt für wertlos 
gehalten wirdP Die frage ist nicht leicht zu 
beantworten; denn, um die Sache in das klarste 
Licht zu setzen, muss ich sagen, dass die Leiter 
des modernen Denkens zum grössten Teil die 
Kun st offen und aufrichtig hassen undverachten ; 
und Sie wissen wohl, wie die Leiter muss das 
Volk sein; und das bedeutet, dass wir, die wir 
uns hier zur Förderung der Kunst durch weit 
ausgebreitete Srziehung vereinigt haben, uns 
entweder täuschen und unsere Zeit verschwenden, 
da wir eines Tages derselben Meinung wie die 
Besten unter uns sein werden, oder dass wir 
eine kleine Minderheit darstellen, die recht hat, 
wie Minderheiten zuweilen, während die ers 
wähnten aufrichtigen Männer und die Masse 
der Gebildeten durch widrige Umstände vers 
wirrt gemacht worden sind. 
Dass wir dieser Meinung sind  die Minderheit, 
die recht hat  ist, hoffe ich, der Fall. Ich 
hoffe, dass wir fest davon überzeugt sind, dass 
die Künste, zu deren förderung wir uns vers 
einigt haben, ein Bestandteil des Lebens des 
Menschen sein müssen, wenn der fortschritt der 
civilifation nicht so zwecklos sein soll wie das 
Drehen eines Rades, das nichts ausrichtet. 
TClie werden nun wir, die Minorität, die Rufs 
galZe, die uns unsere Stellung auferlegt, zu einer
        

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